Jürgen Klopps erster Auftritt als Fußball-Bundestrainer hat auch im Ausland mächtig Interesse hervorgerufen. In der Schweiz und Österreich tickerten mehrere Medien die Pressekonferenz am Freitagvormittag in Frankfurt am Main live, auch in Klopps früherer Wahlheimat England schaute die Presse ganz genau hin. Für die meiste Aufregung sorgte Klopps Ansage: „Wenn ihr euch danebenbenehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg!“

„Der Kult-Trainer spricht bei seiner Präsentation viel, darunter ist auch eine klare Ansage zu hören“, schrieb Blick in der Schweiz. Der Tagesanzeiger titelte: „Klopp giftelt gegen allfällige Nörgler.“ Der Telegraph in England betonte sogar, dass Klopp „am Tag seiner Vorstellung mit Rücktritt als Bundestrainer“ drohe.

Die Daily Mail wiederum erinnerte während der PK der „Liverpool-Legende“ an die Diskussion um die Fotos von Julian Nagelsmann mit Ehefrau Lena Wurzenberger im Teamcamp in Winston-Salem. Klopp kehre nun auf die Trainerbank zurück, „nachdem er seit seinem Weggang aus Anfield im Jahr 2024 für Red Bull im Fußballbereich tätig war, und hat die Aufgabe, die Nationalmannschaft nach einem weiteren enttäuschenden Großturnier wieder auf Kurs zu bringen“.

Jürgen Klopp sorgt für großes Aufsehen
Jürgen Klopp sorgt für großes AufsehenJürgen Klopp sorgt für großes Aufsehen© IMAGO/HMB-Media

„Klopp muss beim Umbau in Deutschland die Zweifler überzeugen“

Die BBC fragte bereits: „Messias oder bloße Kosmetik? Klopp muss beim Umbau in Deutschland die Zweifler überzeugen.“ Der deutsche Fußball sei durch das krachende WM-Aus gegen Paraguay in eine „tiefgreifende Identitätskrise“ gerutscht: „Nur drei Wochen später wurde Klopp damit beauftragt, die Scherben aufzusammeln und die einst berühmte Siegermentalität des Landes wiederherzustellen.“

Auch im Land des Weltmeisters sehen die Medien Klopp als Hoffnung für den deutschen Fußball. „Jetzt richten sich alle Blicke auf Klopp. Seine Fähigkeit, konkurrenzfähige Mannschaften aufzubauen, ist die große Hoffnung eines Deutschlands, das daran arbeitet, verlorengegangenes Prestige zurückzugewinnen und wieder um die großen Titel mitzuspielen“, schrieb die spanische Sportzeitung Marca.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)