Neues sportliches Führungstrio beim Deutschen Fußball-Bund (DFB): Neben dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp und Sportdirektor Rudi Völler gehört auch Per Mertesacker der neuen Riege der Bosse an.
Der Weltmeister von 2014 folgt auf den zum Jahresende ausscheidenden Andreas Rettig als Geschäftsführer Sport. Das bestätigte der DFB am Freitag.
Auf Instagram meldete sich Mertesacker am frühen Freitagnachmittag mit einem emotionalen Post zu Wort: „Der deutsche Fußball ist und bleibt eine Herzensangelegenheit für Millionen Menschen. Er verbindet Generationen und schafft Momente, die für immer bleiben. Danke für das Vertrauen.“
Der offizielle Dienstbeginn des 41-Jährigen wird demnach der 1. Januar 2027 sein, gegen Jahresende soll er separat vorgestellt werden.
„Wenn ich nun die Chance bekomme, ab 2027 Verantwortung beim DFB zu übernehmen, dann erfüllt mich das mit großer Demut. Den deutschen Fußball und vor allem den Nachwuchs weiterzuentwickeln, ist eine riesige Aufgabe und genau das ist meine Motivation“, schrieb Mertesacker weiter.
Der langjährige Leiter der Akademie des FC Arsenal, hatte am Rande der WM in seiner Rolle als ZDF-Experte bereits Interesse an einem Posten beim Verband signalisiert. „Man muss dem DFB eins lassen: Der Kontakt zu mir ist nie abgerissen“, sagte er am Tag des WM-Finals: „In der letzten Woche ist nochmal ein bisschen Dynamik reingekommen. Wir unterhalten uns sozusagen.“
DFB: Mertesacker tritt in Rettigs Fußstapfen
Mertesacker, für den sich Größen wie Uli Hoeneß oder Lothar Matthäus eingesetzt hatten, gilt als guter Redner mit hervorragendem Einblick in höchstwertige Jugendausbildung. Rettig war auch zuständig für die Verzahnung der Nationalmannschaft mit den U-Teams – ein Nachfolger Mertesacker kann hier der Brückenbauer im Zusammenspiel mit Nachwuchsdirektor Hannes Wolf sein.
Dass Klopp den Posten des Bundestrainers übernimmt, begrüßte er ausdrücklich. „Ich glaube, dass er etwas entfachen kann“, sagte Mertesacker.
Doch auch er selbst habe Großes vor: „Wenn ich auf meinen Weg zurückblicke, sehe ich vor allem Kontinuität: TSV Pattensen, Hannover 96, Werder Bremen, Arsenal London – vier Vereine, die mich geprägt haben. Und zehn Jahre das Trikot der Nationalmannschaft mit Stolz getragen. (…) Ich brenne darauf, gemeinsam mit vielen großartigen Menschen den deutschen Fußball in die Zukunft zu führen.“
Der neue DFB-Geschäftsführer Mertesacker (41) ersetzt den zum Jahresende ausscheidenden Andreas Rettig (63), der ihn in den kommenden Monaten einarbeiten soll.