Tour-Dominator schlägt eiskalt zu

Pogacar mit irrer Machtdemonstration
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Pogacar mit irrer Machtdemonstration

Tadej Pogacar gewinnt mit einer beeindruckenden Vorstellung die 10. Etappe der Tour de France. Auf den letzten Kilometern düpiert der Dominator einmal mehr die Konkurrenz.

Superstar Tadej Pogacar (UAE Emirates-XRG) hat mit einer Machtdemonstration auf den letzten Kilometern die herausfordernde 10. Etappe der Tour de France gewonnen.

Der Gesamtführende fuhr seinen dritten Tagessieg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt ein und siegte als Solist mit 32 Sekunden Vorsprung vor Remco Evenepoel (Red Bull – Bora-Hansgrohe) und Paul Seixas (Decathlon CMA CGM Team).

Tadej Pogacar war einmal mehr nicht zu schlagen
Tadej Pogacar war einmal mehr nicht zu schlagenTadej Pogacar war einmal mehr nicht zu schlagen© IMAGO/Photo News

Nach dem Kletter-Spektakel durch das Zentralmassiv liegt Pogacar in der Gesamtwertung nun 3:36 Minuten vor Verfolger Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) – die Tour scheint bereits kurz vor der Halbzeit entschieden.

Tour de France: Plötzlich hängt Pogacar alle ab

Rund 15 Kilometer vor dem Ziel setzte Pogacar am vorletzten Anstieg, dem Col de Pertus, zur entscheidenden Attacke an. Der Slowene schloss innerhalb kürzester Zeit einen Rückstand von mehr als 50 Sekunden, zog mühelos am bis dahin führenden Ausreißer Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) vorbei und ließ der Konkurrenz keine Chance.

Für Florian Lipowitz verlief der französische Nationalfeiertag ebenfalls erfolgreich: Der Deutsche belegte nach den 166,6 km mit sieben gewerteten Anstiegen einen starken vierten Platz und ließ dabei auch Pogacars größten Herausforderer Vingegaard hinter sich, der als Siebter ins Ziel kam.

Im Gesamtklassement schob sich der Ulmer Lipowitz auf Rang sechs vor, sein Co-Kapitän Evenepoel auf Rang drei, nachdem Pogacars Edelhelfer Isaac del Toro Schwächen offenbarte und den Anschluss verlor.

Pogacar-Drama wiederholt sich nicht

Die Bühne nach dem Ruhetag aber gehörte Pogacar. Noch vor zwei Jahren war Pogacar auf dem Weg nach Le Lioran nach einer zunächst erfolgreichen Attacke eingebrochen. Der bereits distanzierte Vingegaard schloss wieder auf, besiegte seinen entkräfteten Rivalen im Sprint und weinte anschließend Freudentränen. Wenige Monate zuvor war Vingegaard im Baskenland heftig gestürzt.

Die Niederlage blieb ein kurzes Zeichen der Schwäche. Pogacar distanzierte Vingegaard anschließend in den Pyrenäen und ließ sich auf dem Weg zu seinem damals dritten Tour-Sieg nicht mehr einfangen. Nun fährt der 27-Jährige seinem fünften Triumph entgegen, mit dem er mit den Rekordhaltern Jacques Anquetil, Bernard Hinault, Miguel Indurain und dem ewigen Eddy Merckx gleichziehen würde.

Nach dem Ritt durch das Zentralmassiv sind auf der elften Etappe wieder die Sprinter am Zug. Lediglich zwei Bergwertungen der 4. Kategorie stellen das Peloton vor keine großen Probleme, es läuft auf ein Finale der endschnellen Männer hinaus. Der letzte Rennabschnitt führt leicht bergab, einem „Sprint Royal“ steht somit wenig im Wege.


Mit Sport-Informations-Dienst (SID)