Ein Sieg auf ganzer Linie ist es nicht

Die Akte Eberl! Wie er selbst Hoeneß von sich überzeugte

Die Akte Eberl! Wie er selbst Hoeneß von sich überzeugte

Max Eberl darf Sportvorstand des FC Bayern bleiben. Doch ein Sieg auf ganzer Linie ist die Vertragsverlängerung nicht. Der SPORT1-Kommentar.

Max Eberl hat es also geschafft! Sein Vertrag als Sportvorstand des FC Bayern München wurde bis 2029 verlängert. Angesichts der immer wieder aufflammenden internen Kritik und der öffentlichen Attacken ist das durchaus ein Erfolg.

Vor allem mit der aktuellen Transferphase konnte Eberl die Aufsichtsräte von sich überzeugen. Und er zeigte sich dazu bereit, sich mehr mit den Altmeistern unter den Klub-Vätern abzusprechen.

SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger sieht weitere Gefahren auf Max Eberl zukommen
SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger sieht weitere Gefahren auf Max Eberl zukommenSPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger sieht weitere Gefahren auf Max Eberl zukommen© Imago/SPORT1-Grafik

Geholfen hat Eberl zudem, dass er sich öffentlich stets zurückhielt. Nicht jeder hätte die Angriffe von oben derart stoisch über sich ergehen lassen.

FC Bayern: Trotz Eberls Verlängerung bleiben Zweifel

Der Sportvorstand hielt es stattdessen mit Rocky Balboa: Entscheidend ist nicht nur, wie hart man zuschlagen kann – sondern wie viel man einstecken kann und trotzdem weitermacht.

Doch trotz der Vertragsverlängerung bleiben Zweifel.

Nach dem Abgang von „Eberl-Mann“ Markus Weinzierl steht mit Chefscout Nils Schmadtke bereits der nächste Vertraute des Sportvorstands in der Kritik (SPORT1 berichtete). Muss auch er bald seinen Hut nehmen, wäre das ein schlechtes Zeichen für Eberl. Seine Hausmacht dürfte ohnehin kleiner geworden sein.

Und sollten die kritischen Stimmen von Uli Hoeneß & Co. in der Öffentlichkeit wieder lauter werden, darf die Frage erlaubt sein, ob sich Eberl eine solche Hängepartie nochmals antun möchte. Wer ihn unmittelbar nach dem Pokalfinale erlebte, kann daran zumindest Zweifel bekommen.

Eberl muss wachsam bleiben

Eberl muss also weiter liefern – und wachsam bleiben. Dass der Posten des Bayern-Sportvorstands ein Schleudersitz sein kann, musste selbst Hoeneß‘ Vertrauter Hasan Salihamidzic einst erfahren.

Eberl hat die Runde überstanden. Zu Ende ist der Kampf damit noch lange nicht.