Alexander Zverev gegen Jannik Sinner: 14 Mal standen sich die Tennisprofis aus Hamburg und Südtirol bereits gegenüber – mit klaren Vorteilen für Sinner. Der gewann zehn Duelle, zuletzt neun in Serie und sechs ohne Satzverlust.
Immerhin: Bei den Grand-Slam-Turnieren ist die Bilanz ausgeglichen (2:2). Der SID blickt vor dem Wimbledonfinale am Sonntag (17.00 Uhr MESZ) auf die wichtigsten Matches der bisherigen Rivalität zurück.
Tennis: Die wichtigsten Duelle zwischen Zverev und Sinner
2020, French Open, Achtelfinale: Alexander Zverev schmerzen die Glieder, sein Kopf brummt, und doch will er unbedingt spielen. Vielleicht, so seine Hoffnung, ist gegen diesen 19-jährigen Italiener ja ein schneller Dreisatzsieg möglich. Doch weit gefehlt: Geschwächt verliert Zverev das erste Match gegen Sinner 3:6, 3:6, 6:4, 3:6 und scheidet bei der in den Herbst verlegten Corona-Ausgabe der French Open früh aus.
2021, US Open, Achtelfinale: Das zweite Grand-Slam-Match, der erste Sieg: Beim 6:4, 6:4, 7:6 (9:7) zeigt Zverev, frischgebackener Olympiasieger von Tokio, dem noch immer blutjungen Sinner die Grenzen auf. Zum ersten Grand-Slam-Titel reicht es in diesem Jahr dennoch nicht. Im Halbfinale ist Novak Djokovic zu stark, Zverev verliert in fünf Sätzen.
2023, US Open, Achtelfinale: Das dritte Grand-Slam-Match – und der erste Krimi zwischen Zverev und Sinner. Beide Spieler schleppen sich angeschlagen über den Platz, „wie zwei Schwergewichtsboxer in der zehnten Runde“, bemerkt TV-Experte Boris Becker. Nach 4:41 Stunden setzt sich Zverev mit 6:4, 3:6, 6:2, 4:6, 6:3 durch. Eine Runde später ist gegen Carlos Alcaraz Schluss.
2025, Australian Open, Finale: Ein Match, das Alexander Zverev zu denken gibt. Nach dem 3:6, 6:7 (4:7), 3:6 geißelt sich Zverev selbst: „Ich bin einfach nicht gut genug!“ Aber: „Ich werde alles dafür tun, eine Trophäe irgendwann hochzuhalten. Ich möchte meine Karriere nicht als der beste Spieler aller Zeiten beenden, der keinen Grand Slam gewonnen hat.“
2026, Indian Wells, Miami, Monte Carlo, Madrid: Vier Masters, vier Niederlagen, kein einziger Satzgewinn. In diesem Jahr ist Sinner im direkten Duell mit Zverev haushoch überlegen. Es ist, als hätte der Deutsche den Glauben an sein Spiel verloren, wenn sich ihm Sinner in den Weg stellt. Bei den French Open Ende Mai scheitert der Dominator in der Hitze von Paris dann überraschend früh, der Weg für Zverev ist frei, wenige Tage später stemmt er seine erste Grand-Slam-Trophäe in den Himmel.