Seine Mannschaft gilt als Außenseiter, doch für den belgischen Nationaltrainer Rudi Garcia ist der Ausgang des Viertelfinals gegen Spanien deswegen noch längst nicht ausgemacht. „Jeder glaubt, dass wir nach Hause fahren“, sagte er vor dem Duell seiner Roten Teufel mit der Roten Furie, „aber wir glauben, dass wir ins Halbfinale kommen können. Wenn du so weit kommst, dann spielst du nicht, um nach Hause zu fahren.“

Garcia räumte vor dem Spiel am Freitag (21 Uhr im LIVETICKER) in Los Angeles ein, „dass wir gegen einen der Favoriten spielen“, dass die Spanier zudem „die Besten sind, wenn es um Ballbesitz geht“ – aber, betonte er: „Wir hoffen, dass wir die Statistik ändern.“ Auf den Hinweis, der Europameister habe bisher kein Gegentor kassiert, reagierte der Franzose ebenfalls selbstbewusst. „Wir haben die Fähigkeiten, ihnen das Leben schwer zu machen.“

Romelu Lukaku (l.) and Trainer Rudi Garcia
Romelu Lukaku (l.) and Trainer Rudi GarciaRomelu Lukaku (l.) and Trainer Rudi Garcia© AFP/SID/Paul ELLIS

Als besonders unangenehm für den Gegner hat sich bei der WM nicht zuletzt Romelu Lukaku erwiesen. Der bullige Angreifer, der in der abgelaufenen Saison für die SSC Neapel aufgrund von Verletzungen nur 61 Minuten zum Einsatz kam, überzeugt in seiner Rolle als „Joker“: In nur 141 Einsatzminuten kam er auf drei Treffer und eine Vorlage, dazu erzwang er beim 1:1 zum Auftakt gegen Ägypten ein Eigentor.

„Wenn er auf dem Platz kommt, dann zittern die Gegner in ihren Schuhen, er bereitet ihnen Sorgen“, sagte Garcia über Lukaku, der sich mit der Rolle als Einwechselspieler nach seiner stark eingeschränkten Saison angefreundet hat. „Es geht nicht um das Individuum“, sagte der 34 Jahre alte Mittelstürmer. „Der Trainer hat eine Rolle für mich, und die versuche ich auszufüllen. Wichtig ist, was am Ende dabei herauskommt für das Team.“