Erling Haaland hat sich nach dem verschossenen Elfmeter von Kylian Mbappé in den sozialen Medien zu Wort gemeldet und leise Kritik am Schiedsrichtergespann geübt.

Frankreich-Stürmerstar Mbappé hatte beim 2:0 im WM-Viertelfinale gegen Marokko in der ersten Halbzeit einen Elfmeter kläglich verschossen (28.). Bis dieser allerdings ausgeführt wurde, verging eine Vielzahl von Minuten.

„Fünf Minuten warten zu müssen, um einen Elfmeter auszuführen, ist viel zu lange“, schrieb Haaland in seiner Snapchat-Story und fügte ein Bild von besagter Szene hinzu.

Die Snapchat-Story von Erling Haaland
Die Snapchat-Story von Erling HaalandDie Snapchat-Story von Erling Haaland© Snapchat / Erling Haaland

Mbappé scheitert – Kritik am Schiedsrichter

Nach einem Foul von Marokko-Star Noussair Mazraoui an Mbappé wurde Frankreich ein Strafstoß zugesprochen. Mbappé musste bei der Ausführung jedoch mehrere Minuten warten, ehe Schiedsrichter Facundo Tello den Ball endlich freigab.

„So was bringt ja den Schützen durcheinander, wenn der schon den Ball da hinlegt. Jetzt hast du Diskussionen wieder, argentinischer Schiedsrichter. Nimmt er hier Einfluss auf den Elfmeter? Also das war total schlecht. Ich fand das ganz schlecht gemacht vom Schiedsrichterteam“, meckerte auch ARD-Experte Bastian Schweinsteiger kurz nach dem Fehlschuss.

Vor der Ausführung des Strafstoßes war auch ein mögliches Foulspiel eines Franzosen im Vorfeld des Hakimi-Vergehens gecheckt worden, was die Wartezeit für den Frankreich-Stürmer erhöhte. So dauert es insgesamt drei Minuten und elf Sekunden bis zur Ausführung. Zu sehr wollte Schweinsteiger Mbappé letztlich allerdings nicht in Schutz nehmen.

„Trotzdem kann er auch reingehen, brauchen wir nicht darüber reden. Aber es zögert es so hinaus, das ist für den Schützen immer ein bisschen schwieriger“, verdeutlichte Schweinsteiger seine These.

WM: Frankreich löst Halbfinal-Ticket

Die diskutable Elfmeter-Szene geriet jedoch schnell in den Hintergrund, weil Kylian Mbappé sich in der 60. Minute mit einem Traumtor revanchierte. Sechs Minuten später sorgte Ousmane Dembélé mit seinem Treffer zum 2:0 für klare Verhältnisse.

"Er schwebt in seiner ganz eigenen Sphäre"

„Er schwebt in seiner ganz eigenen Sphäre“

Für Mbappé war die Partie vorzeitig beendet. Er wurde mit leichten Beschwerden in der 77. Minute ausgewechselt, gab aber später Entwarnung.

Die Franzosen treffen im Halbfinale auf den Sieger der Partie Spanien – Belgien (Freitag, 21 Uhr MESZ).

Auch Haalands Norweger sind noch im Turnier vertreten. Am Samstag (23 Uhr MESZ) kämpft der Geheimfavorit gegen England um den Einzug ins Halbfinale.