Tadej Pogacar hat bei der ersten kleinen Bergankunft der 113. Tour de France das Gelbe Trikot erobert, aber auch Florian Lipowitz war es ein guter Tag – und es fiel auch dem einstigen Dominator der Tour auf.

„Lipowitz war da“, kommentierte der frühere, über seine Doping-Skandale gestürzte Rekordsieger Lance Armstrong in seinem vielkonsumierten Podcast The Move die Leistung des deutschen Vorjahres-Dritten auf der dritten Etappe – knapp, aber anerkennend.

Florian Lipowitz während der dritten Etappe der Tour de France
Florian Lipowitz während der dritten Etappe der Tour de FranceFlorian Lipowitz während der dritten Etappe der Tour de France© IMAGO/Belga

Tour de France: Lipowitz mit besserem Start als 2025

Lipowitz kam als Siebter mit vier Sekunden Rückstand gleich vor seinem belgischen Red-Bull-Kollegen Remco Evenepoel ins Ziel kam – vor zwei ruhigeren, flacheren Etappen liegt er als Gesamtsiebter mit 53 Sekunden Rückstand auf Pogacar voll im Soll.

Auch Spencer Martin, dem Datenexperten in Armstrongs Podcast-Team, fiel Lipowitz positiv auf: „Ich habe nachgeschaut. Lipowitz hat letztes Jahr zwei Minuten in den ersten vier Etappen verloren und wurde Dritte. Jetzt ist er besser in die Tour gestartet.“

Auch Boss Denk ist zufrieden

„Das war ein ganz harter, aber auch ein ganz guter Tag für uns“, sagte zuvor schon RB-Teamchef Ralph Denk in der ARD: „Florian und auch Remco waren auf Schlagdistanz. Es ist sehr heiß gewesen. Es war richtiges Ekeltempo im Feld. Ich bin froh, dass sie die Etappe so gut beendet haben.“ Beide liegen auf dem Weg in Richtung Tourmalet, wo am Donnerstag die erste wirkliche Monsteretappe steigt, voll im Soll.

Lipowitz selbst ist auch zufrieden mit dem Stand der Dinge: „Ich wollte am letzten Anstieg so lange wie möglich dranbleiben, das hat zum Glück geklappt.“ Evenepoel ist mit 23 Sekunden Rückstand Dritter.

Die vierte Etappe am Dienstag bietet vielerlei Optionen. Bergfeste Sprinter und Ausreißer dürfen sich gleichermaßen Chancen auf den Tagessieg ausrechnen. Im Weg stehen vier Bergwertungen, zwei davon der 2. Kategorie. Insgesamt weisen die 181,9 Kilometer von Carcassonne nach Foix ein hügeliges Terrain auf, ideal für Fluchtgruppen. Die Abfahrt ins Ziel kommt eher den endschnellen Männern entgegen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)