Spanien steht im Viertelfinale der WM 2026! In einem dramatischen Spiel setzte sich Spanien mit 1:0 (0:0) gegen Portugal mit einem Last-Minute-Treffer durch.
Der goldene Torschütze des Tages im US-amerikanischen Dallas war Mikel Merino. Der 30-Jährige traf in der 91. Minute per Linksschuss und beendete damit die restlichen WM-Hoffnungen von Superstar Cristiano Ronaldo jäh. Für den 41-Jährigen war der 27. zugleich auch der wohl letzte WM-Auftritt der Karriere.
Merino ist derweil auch den deutschen Fans noch als Partycrasher in Erinnerung. Mit seinem Kopfballtreffer in der 119. Minute im EM-Viertelfinale 2024 entschied er das Duell mit Deutschland – und stürzte den DFB in kollektive Tristesse.
Spanien wird im Viertelfinale nun auf den Sieger des Duells zwischen den USA und Belgien treffen.
Vor allem das Generationenduell zwischen Spaniens Jungstar Lamine Yamal (18) und Ronaldo, aber auch das Kräftemessen der Mittelfeldstrategen Rodri und Vitinha hatten die Schlagzeilen vor der Partie bestimmt.
Ronaldo von Beginn an – doch er blieb blass
Portugals spanischer Trainer Roberto Martinez sprach von einem „Fest für den Fußball“, Spaniens Coach Luis de la Fuente sagte über Yamal: „Er liebt genau solche Spiele.“ Ronaldo erklärte kämpferisch: „Wir alle versuchen, den Titeltraum zu verwirklichen.“
Martinez setzte in der Anfangsformation auf seinen Altstar Ronaldo. In der ersten Spielhälfte blieb der 41-Jährige jedoch vergleichsweise blass.
Beiden Mannschaften war ihr hohes technisches Niveau von Beginn anzusehen. Trickreich und ballsicher suchten sie nach Lösungen und kamen zu ersten Abschlüssen. Spaniens Torjäger Mikel Oyarzabal versuchte es zunächst aus der Distanz (3.), dann vergab der 29-Jährige völlig freistehend leichtfertig die Führung (8.).
Portugal versteckte sich in der unterhaltsamen Anfangsphase nicht und trug zum Spektakel bei: Joao Cancelo (7.) und Ronaldo (12.) gaben die ersten Warnschüsse ab.
WM 2026: Spanien gegen Portugal ein umkämpftes Duell
Auch nach dem turbulenten Start blieb das Tempo hoch. Spanien spielte sich an den Strafraum, bei der Doppelchance von Yamal und Álex Baena (16.) reagierte Portugals Torhüter Diogo Costa überragend. Pedris tückische Hereingabe aus dem Halbfeld parierte der Schlussmann des FC Porto reaktionsschnell mit dem Fuß (31.).
Auf der Gegenseite war wie gewohnt auf Unai Simón Verlass. Der Baske, der in den ersten vier Spielen ohne Gegentor geblieben war, zeigte gegen Joao Felix und Ronaldo (37.) starke Reflexe.
Beim Schuss von Nuno Mendes war Simón im Glück: Pedro Porro lenkte den Ball an die Latte (41.). Von Spanien kam bis zur Pause offensiv nicht mehr viel. Yamal war auf dem rechten Flügel abgemeldet.
WM 2026: Mendes gefährlich – und dann im Pech
Portugal kam mit mehr Schwung aus der Kabine und stieß häufig ins letzte Drittel vor, war in seinen Aktionen aber nicht zwingend genug. Durch Verletzungspausen ging der Rhythmus im Spiel etwas verloren. Nuno Mendes musste in der 51. Minute weichen, der PSG-Star verletzte sich wohl bei einer Klärungsaktion am Oberschenkel.
Spanien benötigte lange, um die Schlagzahl zu erhöhen, wurde dann aber gefährlich. Yamal prüfte Costa per Freistoß (73.). In der 85. Minute kam Merino – und traf nach einem schnell ausgeführten Freistoß.
Eine letzte Kopfballaktion von Bernardo Silva blieb glücklos – und stürzte Portugal ins Tal der Tränen.