Der Lauf von Alexandra Eala in Wimbledon ist im Achtelfinale geendet. Die 21-Jährige, die als erster Profi überhaupt von den Philippinen bei einem Grand Slam in der Runde der letzten 16 gestanden hatte, verlor vor den Augen der Schweizer Tennisikone Roger Federer 4:6, 6:4, 3:6 gegen Jasmine Paolini aus Italien, Wimbledon-Finalistin von 2024.
Die Siegerin gab im Interview auf dem Rasen zu, dass sie die Anwesenheit der Legende total eingeschüchtert hatte. „Ich möchte dir danken, Roger, weil er mein Idol ist. Es war hart. Ich war während des Spiels so: ‚Bitte bleib konzentriert. Denk nicht daran, dass er hier ist.‘ Ich habe alle Finals in allen Turnieren angeschaut, die er hier gespielt hat“, erklärte Paolini und lachte. Federer hörte auf der Tribüne zu und begann ebenfalls zu lachen.
Eala hatte mit ihren Auftritten beim Rasenklassiker nicht nur in ihrer Heimat für viel Aufsehen gesorgt. Auf dem Weg ins Viertelfinale hatte sie unter anderem in der dritten Runde die Titelverteidigerin Iga Swiatek aus Polen bezwungen. (Wimbledon 2026 täglich im LIVETICKER)
„Ich bin wirklich sehr emotional, und vielleicht erscheint diese Leistung für jemanden wie Iga, die schon so viele Grand-Slam-Titel gewonnen hat, oder für jemanden wie Serena oder Venus (Williams, d. Red.) eher unbedeutend“, hatte Eala im Anschluss gesagt: „Aber für jemanden, der auf den Philippinen aufgewachsen ist … Ich habe jeden Tag nach der Schule mit meiner Mutter und meinem Großvater trainiert, mit gerüschten Socken und Pausbacken. Deshalb bedeutet mir das einfach alles.“
Wimbledon: Paolini trifft nun auf Kostjuk
Paolini, die vor zwei Jahren neben dem Endspiel von Wimbledon auch das Finale der French Open verloren hatte, trifft in ihrem dritten Viertelfinale bei einem Grand Slam auf Marta Kostjuk.
Die Ukrainerin setzte sich 6:4, 6:4 gegen die Qualifikantin Ashlyn Krueger aus den USA durch.