Mit seinem Doppelpack im WM-Achtelfinale gegen Mexiko zeigte Jude Bellingham nicht zum ersten Mal bei dieser WM, warum er für die Elf von Thomas Tuchel unverzichtbar ist. Vor dem Turnier forderten manche sogar, den 23-Jährigen zu Hause zu lassen. Darüber kann sich England-Legende Rio Ferdinand jetzt nur kaputtlachen.
Ende November veröffentlichte ein Journalist der Daily Mail einen Artikel mit der Überschrift „Leave Jude at home“ (Übs.: „Lass Jude zu Hause“). Genau diesen Text nahm Ferdinand jetzt zum Anlass, seine Schadenfreude auszudrücken. Keine Worte, aber fünf Lachsmileys nutzte der 47-Jährige in seinem Post auf der Plattform X, um den Artikel zu beschreiben.
Bellinghams Bilanz bei dieser Weltmeisterschaft kann sich absolut sehen lassen: Vier Tore und ein Assist konnte der 23-Jährige in seinen bisherigen fünf Spielen beisteuern. Außerdem wurde der Star von Real Madrid gleich dreimal zum Spieler des Spiels gewählt. Selbst im Vergleich zu den herausragenden Leistungen seines Teamkollegen Harry Kane kann sich Bellinghams Bilanz absolut sehen lassen.
„Ich will eine öffentliche Entschuldigung!“
Auf seinem Youtube-Kanal „Rio Ferdinand Presents“ sprach er nochmal ausführlich über den 23-Jährigen und fordert eine Entschuldigung von seinen Kritikern.
„Vier Tore und ein Assist in fünf Spielen. Fünf Torbeteiligungen in fünf Spielen. Das ist absurd. Das ist verrückt. Dabei muss man sich übrigens vor Augen halten, dass es Journalisten gab, die in ihren Artikeln schrieben, Jude hätte gar nicht erst im Flugzeug sitzen dürfen. Ich will eine öffentliche Entschuldigung!“
Das Spiel gegen Mexiko bewies vor allem eines: Thomas Tuchel hat eine funktionierende Mannschaft geschaffen, eine echte Einheit. Genau das verkörperte vor allem Jude Bellingham. In der Nachspielzeit schleppte sich der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler mit letzten Kräften über den Platz. Wenn es sein musste, warf er sich sogar in Zweikämpfe an der gegnerischen Eckfahne.
Bellingham kein „umstrittener Einzelgänger“
„Judes gesamtes Auftreten bei dieser WM ist reif und selbstbewusst. Mir gefällt, wie er sich selbst trägt. Ich glaube, er hatte wahrscheinlich eine etwas trotzige Seite an sich. Vielleicht war das zu Beginn des letzten Turniers noch etwas ausgeprägter, aber das stört mich nicht. Ich finde, dass Spieler diese gewisse Schärfe und dieses kleine Feuer immer noch brauchen“, lobt Ferdinand den England-Star.
In dem besagten Artikel wurde Bellingham noch als „umstrittener Einzelgänger“ bezeichnet, der auch gerne mal „launisch“ ist. Der Ex-Dortmunder in Diensten von Real Madrid ist mit Sicherheit ein Spieler, der polarisiert, doch für sein Land scheint er alles auf dem Platz zu lassen. Damit zeigt er es all seinen Kritikern.