Videoassistentin Tatiana Guzman hat bei der WM erneut mit einem Eingriff für Diskussionen gesorgt.

Im Achtelfinale zwischen Brasilien und Norwegen (JETZT im LIVETICKER) wies die Unparteiische aus Nicaragua Referee Ismail Elfath zwar korrekterweise auf ein übersehenes Foulspiel im Strafraum hin – allerdings übersah sie dabei ein Foulspiel in der Entstehung. Dies merkte auch Schiedsrichterexperte Patrick Ittrich bei MagentaTV kritisch an.

Norwegens Trainer Stale Solbakken beschwert sich bei Schiedsrichter Ismail Elfath
Norwegens Trainer Stale Solbakken beschwert sich bei Schiedsrichter Ismail ElfathNorwegens Trainer Stale Solbakken beschwert sich bei Schiedsrichter Ismail Elfath© IMAGO/Anadolu Agency

„Die Überprüfung beginnt mit der Balleroberung“, erklärte Ittrich in der Halbzeitpause und lieferte den bildlichen Beweis, dass Antonio Nusa zuvor im Mittelfeld per Foul vom Ball getrennt wurde. „Das hat sie ihm nicht gezeigt. Das ist ein Fehler der Videoassistentin. Das hätte gar nicht erst zu dem Strafstoß kommen dürfen.“

Videoschiedsrichterin fiel schon beim Deutschland-Spiel auf

Die 38 Jahre alte Schiedsrichterin trat nicht zum ersten Mal bei dieser WM kontrovers in Erscheinung.

Beim Sechzehntelfinal-Aus der deutschen Mannschaft gegen Paraguay gab Guzman als Videoschiedsrichterin den Hinweis, der letztlich zur Aberkennung von Jonathan Tahs Treffer in der Verlängerung führte.

Die Entscheidung wurde von Experten heftig kritisiert, auch wenn die FIFA den Eingriff verteidigte.

Tatiana Guzman ist bei der WM als Videoassistentin im Einsatz
Tatiana Guzman ist bei der WM als Videoassistentin im EinsatzTatiana Guzman ist bei der WM als Videoassistentin im Einsatz© IMAGO/Agencia-MexSport

Ittrich kritisiert Schiedsrichter

Im Achtelfinale zwischen Brasilien und Norwegen schickte die Videoassistentin Guzman Schiri Elfath in die Reviewarea, wo der Unparteiische die strafstoßwürdige Grätsche von Kristoffer Ajer an Matheus Cunha zu sehen bekam.

Schon im laufenden Spiel übte Ittrich daher auch Kritik am Schiri. „Das ist ein klarer Elfer, aber das kann man auch auf dem Platz entscheiden“, sagte der frühere Bundesliga-Referee. „Ich finde, dass die Entscheidungsqualität der Schiedsrichter auf dem Platz nachlässt.“ Ittrich sah ein „gesunde Aneinanderreihung von Fehlern durch den Schiedsrichter“.