Die FIA hat das umstrittene Finale des Großen Preises von Großbritannien in Silverstone erklärt: Ein „Softwarefehler“ ließ auf der Strecke kurzzeitig eine falsche Botschaft anzeigen – und sorgte bei den Fans wenige Momente vor der Zielflagge für Aufsehen. Am Ende fuhren aber alle hinter dem Safety Car ins Ziel und es kam nicht mehr zu einem Showdown.

Auslöser war der Unfall von Max Verstappen, der sechs Runden vor Schluss abflog und im Kiesbett strandete. Das Safety Car wurde geschickt, während Streckenposten den Red Bull bargen. Danach ließ die Rennleitung überrundete Fahrer wie üblich am Feld vorbeifahren, damit sich die Überrundung aufhob. Dies geschah jedoch erst in der vorletzten Runde.

Genau hier greift das Reglement: Nach dem Vorfahren der überrundeten Autos muss eine weitere Runde absolviert werden vor der Wiederaufnahme des Rennens – in diesem Fall wäre das die letzte Rennrunde gewesen. Es war somit klar, dass nicht noch einmal frei gefahren wird.

Falschmeldung sorgt für Wirbel

Trotzdem blinkte auf den offiziellen Anzeigen plötzlich „Safety Car in this lap“ auf, was ein Sprint-Finale andeutete. Die Zuschauer waren schon begeistert, Nur acht Sekunden später sprang die Anzeige jedoch zurück auf „Safety Car deployed“ – und das Safety Car blieb bis ins Ziel draußen.

Die FIA stellte klar: „Die Nachricht wurde irrtümlich aufgrund eines Softwarefehlers angezeigt.“ Dass die Emotionen sofort hochkochten, ist kein Zufall: Seit dem Titel-Finale in Abu Dhabi 2021, als ein umstrittener Neustart nach Regelchaos den Ausgang der WM entschied, steht jedes späte Safety-Car-Szenario unter besonderer Beobachtung.

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