Senegals Nationaltrainer Pape Thiaw hat das Sechzehntelfinal-Aus bei der Fußball-WM sportlich genommen. „Ich bin extrem traurig, wie auch die Spieler. Aber das ist Fußball, ein grausamer Sport. Wir müssen das akzeptieren und weitermachen, auch wenn es hart ist“, sagte der 45-Jährige nach dem bitteren 2:3 (2:2, 1:0) nach Verlängerung gegen Belgien.

Bis zur 86. Minute hatte sein Team durch die Treffer von Habib Diarra (25.) und Ismaila Sarr (51.) wie der sichere Sieger ausgesehen, ehe Romelu Lukaku (86.) und Youri Tielemans (89./120.+5) das Spiel doch noch drehten. Vor allem der späte Foulelfmeter kurz vor Ende der Verlängerung sorgte für Diskussionen, an denen sich Thiaw aber nicht beteiligen wollte: „Wir haben unsere eigene Meinung und glauben, dass es kein Elfmeter war“, sagte er: „Aber der Schiedsrichter hat so entschieden.“ Dass sich seine Spieler lautstark beim Schiedsrichter beschwerten, sei „ihr gutes Recht“.

„Eine grausame Niederlage“

Für den Senegal war es der zweite bittere Elfmeter-Moment innerhalb eines halben Jahres. Nach einem späten Elfmeterpfiff für Marokko hatten Sadio Mané und Co. beim chaotischen Afrika-Cup-Endspiel Mitte Januar in Rabat aus Protest den Platz zwischenzeitlich verlassen, erst nach längerer Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt. Senegal gewann nach Verlängerung, später wurde ihnen der Titel vom CAF wieder aberkannt.

Einen Vergleich zu damals wollte Thiaw am Mittwochabend (Ortszeit) in Seattle nicht kommentieren. „Das Team hätte es verdient gehabt“, sagte er lediglich über den verpassten Achtelfinal-Einzug bei der WM in Nordamerika: „Es ist eine grausame Niederlage, sie haben alles für ihr Land gegeben.“