Auch der Eislauf-Weltverband ISU öffnet die Türe für Sportlerinnen und Sportler aus Russland und Belarus. Ab der neuen Saison ist eine Rückkehr bei internationalen Wettbewerben unter neutralem Status möglich, das gab die ISU am Dienstag bekannt.

„Athleten, die Russland und Belarus vertreten, können ohne staatliche Erkennungszeichen – Nationalflaggen, Nationaltrikots und Nationalhymnen – an Wettkämpfen teilnehmen“, hieß es in der Mitteilung. Zuvor hatte die ISU, orientiert an der Empfehlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), einer begrenzten Anzahl russischer und belarussischer Sportler die Teilnahme an den Winterspielen in Mailand/Cortina unter neutralem Status gestattet.

Nach dem Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 waren russische und belarussische Eiskunstläufer von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen worden. Zuvor hatten bei den Winterspielen von Peking Russen sechs von fünfzehn Medaillen geholt.

Im Dezember 2023 hatte das IOC Sportlerinnen und Sportler aus Russland und Belarus für die Spiele von Paris 2024 als neutrale Athleten zugelassen. Ein Jahr später ermöglichte die ISU ihnen die Teilnahme an Qualifikationswettkämpfen für Mailand/Cortina. Im Mai diesen Jahres hob das IOC dann die Sanktionen gegen Belarus auf.

Unter anderem haben der Schwimm- und Turn-Weltverband Russland begnadigt. Der Leichtathletik-Weltverband weigert sich weiter dagegen.