Ein Interview mit Kanadas Matchwinner Stephen Eustaquio hat nach dem 1:0 gegen Südafrika im WM-Sechzehntelfinale für Aufsehen gesorgt. Bundesliga-Profi Jonas Hofmann kritisierte in seiner Rolle als MagentaTV-Experte eine Frage an den Siegtorschützen.
Eustaquio war nach seinem entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit für Kanada in einem englischsprachigen Interview zunächst nach der Bedeutung des Sieges gefragt worden. Nach einer weiteren Standardfrage wurde der Profi des Los Angeles FC plötzlich auf seine beiden verstorbenen Eltern angesprochen.
„Sie haben vor ein paar Jahren beide Elternteile verloren. Sie haben eine junge Tochter. Wie werden sie sich daran erinnern? Wie werden sie sich an ihre Familie erinnern?“, fragte der Interviewer.
WM: Kanada-Held nach verstorbenen Eltern gefragt
Eustaquio stockte daraufhin, schaute zu Boden und sagte dann mit feuchten Augen: „Alles, was ich tue mache ich für meine Familie – für meine Eltern, für meine Freundin, für meine Tochter. Für meine Freunde zu Hause. Für alle.“
Kurz darauf nahm Hofmann im Magenta-Studio Bezug auf die Frage an den 29-Jährigen und meinte: „Er hat sich kurz gesammelt, die Hände vors Gesicht geschlagen.“ Der Mittelfeldspieler von Bayer 04 Leverkusen monierte dabei das fehlende Fingerspitzengefühl des Reporters: „Ich finde, das war eine unangebrachte Frage zu diesem Zeitpunkt.“
Eustaquios Mutter war 2023 an den Folgen eines Hirntumors verstorben, ein Jahr später erlag sein Vater einem Herzinfarkt.