Wie schlägt sich Serena Williams bei ihrem Sensations-Comeback in Wimbledon? Bekommt Alexander Zverev durch seinen French-Open-Titel nun endlich Rückenwind? Vor dem Wimbledon-Auftakt hat Tennis-Legende Michael Stich auf einer Pressekonferenz von Amazon Prime seinen persönlichen Ausblick auf eines der prestigeträchtigsten Tennisturniere der Welt gegeben.

Der frisch gebackene Grand-Slam-Sieger Zverev ist für ihn dabei ein klarer Anwärter auf den Titel: „Sascha gehört für mich zu den Favoriten. Dieses langersehnte Ziel erreicht zu haben, wird bei ihm zu einer inneren Ruhe beitragen. Nicht immer von außen bewertet zu werden, sondern einfach Tennis spielen zu können.“

Alexander Zverev will in Wimbledon angreifen
Alexander Zverev will in Wimbledon angreifenAlexander Zverev will in Wimbledon angreifen© IMAGO/pepphoto

Wimbledon: Kann Zverev es auch auf Rasen?

Bisher konnte die deutsche Nummer eins auf dem englischen Rasen nicht wirklich überzeugen. In insgesamt elf Teilnahmen ging es für den 29-Jährigen bislang höchstens dreimal bis ins Achtelfinale.

Nach seinem erlösenden ersten Grand-Slam-Erfolg bei den French Open war Zverev zuletzt beim ATP-Turnier in Halle im Halbfinale gegen den US-Amerikaner Taylor Fritz ausgeschieden. Über die Rivalität der beiden sagte Stich: „Beide spielen sehr ähnliches Tennis, deshalb sind es am Ende immer Nuancen. Du denkst zu sehr darüber nach, was macht mein Gegner jetzt, als dich auf dich selbst zu konzentrieren. Er muss lernen, sein Spiel dem Belag anzupassen – nicht andersrum.“

Williams-Comeback spaltet die Gemüter

Bei den Damen trägt das Wimbledon-Turnier dieses Jahr vor allem einen Namen: Serena Williams. Die 44-Jährige hatte vor vier Jahren eigentlich den Tennisschläger an den Nagel gehängt. Vor wenigen Tagen kündigte der Turnierveranstalter dann in einem schlichten Statement das Comeback an: „Serena Williams nimmt als Wildcard-Spielerin am Frauen-Einzel 2026 teil“. Zuletzt hatte sie bereits auf der Tour im Doppel mit ihrer Schwester Venus wieder auf dem Court gestanden.

Michael Stich findet für ihre Rückkehr deutliche Worte: „Serena hat keine Chance, Wimbledon zu gewinnen, nicht den Hauch einer Chance. Allen aktuellen Spielerinnen wird aber dadurch die Aufmerksamkeit genommen. Für das restliche Feld ist es sicher nichts Positives.“

Die 23-malige Grand-Slam-Siegerin hatte erklärt, das Comeback auch für ihre Kinder zu geben: „Dieser Moment ist auch für meine Töchter. Ich möchte, dass sie sehen, was für eine starke Frau ich bin, wer ich bin.“