Baseballprofi Max Kepler hat nach Ablauf seiner 80-Spiele-Dopingsperre betont, nie absichtlich betrogen zu haben. „Ich weiß nicht, wie es in meinen Körper gelangt ist“, sagte der Berliner am Donnerstag vor seinem geplanten Debüt für die Arizona Diamondbacks in der Major League Baseball (MLB). Das Spiel bei den St. Louis Cardinals wurde wegen Regens abgesagt.
Kepler war Anfang Januar als „Free Agent“ positiv auf Epitrenbolon, ein Abbauprodukt des anabolen Steroids Trenbolon, getestet worden. Anfang Juni hatten dann die Diamondbacks den 33-Jährigen unter Vertrag genommen und nun für das Spiel in St. Louis aktiviert.
„Ich bin nicht der Typ Spieler, der betrügen würde oder das Bedürfnis hätte, Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen, um meine Karriere zu bewältigen“, sagte Kepler, der sich bislang nicht öffentlich zur Angelegenheit geäußert hatte. Er sei glücklich, zurück zu sein.
MLB: Diamondbacks sehen Chance für Kepler
Das Engagement in Arizona sei „eine großartige Gelegenheit für ihn“, sagte Diamondbacks-Manager Torey Lovullo vor der Spielabsage: „Ich bin froh, dass er hier ist. Er hat sich unglaublich angestrengt, um so schnell wie möglich zurückzukehren, und dass er heute in der Aufstellung steht, überrascht keinen von uns.“
Kepler hatte in der vergangenen Saison mit den Philadelphia Phillies die Playoffs erreicht, in der ersten Runde kam gegen den späteren Meister Los Angeles Dodgers das Aus. Bei den Diamondbacks hat er einen Einjahresvertrag unterschrieben, in den Playoffs dürfte er nicht spielen.