Franz Reindl kandidiert erneut für das Präsidentenamt im Eishockey-Weltverband IIHF. Der frühere deutsche Nationalspieler muss sich bei der Wahl am 2. Oktober beim Halbjahreskongress auf Teneriffa gegen acht Konkurrenten durchsetzen. Amtsinhaber Luc Tardif hatte Ende März bekannt gegeben, dass er sich in Spanien nicht zur Wiederwahl stellen wird.

Reindl (71) war bereits im September 2021 angetreten, der damalige Präsident das Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) hatte aber gegen den in Kanada geborenen Franzosen Tardif verloren. Nun geht es gegen Henrik Bach Nielsen (Dänemark), Petr Briza (Tschechien), Sergej Gontscharow (Belarus), Frank González (Spanien), Sakaria Chetschuaschwili (Georgien), Jaan Mölder (Estland), Aiwas Omorkanow (Kirgisistan) und Matjaz Rakovec (Slowenien). Bislang einziger deutscher IIHF-Präsident war Günther Sabetzki (1975–1994).

„Nach 25 Jahren im Dienst der IIHF-Familie – als Mitglied, Komiteemitglied, Ratsmitglied, Schatzmeister und nun Präsident – bin ich unglaublich stolz auf das, was wir gemeinsam für den Eishockeysport erreicht haben“, sagte Tardif bei seiner Rückzugsankündigung: „Da die IIHF nun stark und stabil aufgestellt ist, halte ich es für den richtigen Zeitpunkt, die Führung an eine jüngere Generation weiterzugeben. Ich setze mich für einen reibungslosen und effektiven Übergang zum Wohle der globalen Eishockeygemeinschaft ein.“