Thomas Tuchel hat die Arbeit mit seiner hochkarätigen Offensive mit dem Job eines Dirigenten verglichen. „Ein sehr berühmter Dirigent hat einmal gesagt, er wolle die Musik und die Musiker nicht stören. Genau das versuchen wir im Trainerteam zu tun“, sagte Englands Nationalcoach vor dem zweiten WM-Gruppenspiel am Dienstag (22.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) gegen Ghana: „Wir stören die Spieler nicht und wir stören das Spiel nicht.“

Bei seinem Offensiv-Orchester um Bayern-Star Harry Kane sei es vielmehr die Aufgabe, „sie zu ermutigen, frei zu spielen“, sagte der frühere Bundesliga-Coach gut gelaunt bei der Pressekonferenz in Foxborough. Für noch bessere Laune bei Tuchel sorgte zudem das Einlenken des Weltverbands FIFA nach seiner Kritik an der Fotografen-Position während der Nationalhymnen.

„Wir haben das Protokoll richtig hinbekommen, und dafür bin ich sehr dankbar“, sagte der 52-Jährige. „Ich weiß, wo mein Platz morgen ist, und wir werden früh genug dort sein, um diesen besonderen Moment vor dem Spiel auf uns wirken zu lassen.“ Nach dem 4:2 der Three Lions gegen Kroatien hatte Tuchel sich beschwert, dass er bei dem besonderen Moment vor dem Anpfiff keinen seiner Spieler sehen konnte, weil er „vor einer Wand“ aus Fotografen stehen musste.