Biathlon-Star Tommaso Giacomel bleibt das Pech dicht auf den Fersen. Wenige Monate nach seinem bitteren Olympia-Drama hat sich der Italiener unglücklich beim Training verletzt. Der 26-Jährige postete auf Instagram ein Bild von sich im Krankenwagen und zeigte sich mächtig angefressen über den erneuten Rückschlag.

„2026 liefert weiter. Ich bin heute im Training auf Moos ausgerutscht und habe mir die linke Schulter ausgekugelt. Mir reicht es mit dem Scheiß“, schimpfte Giacomel. Bei derartigen Schulterverletzungen ist es oft schwierig vorauszusagen, wie lange die Ausfallzeit beträgt, ein Rückschlag in der Vorbereitung auf die kommende Saison ist es aber definitiv.

Die Schulterkraft ist schließlich für Biathleten eine wichtige Komponente, wenn es um schnelle Laufzeiten geht. Immerhin: Bis zum Saisonstart in Kontiolahti (26. bis 29. November) bleiben noch gut fünf Monate.

Biathlon: Giacomel zählt zur absoluten Elite

Giacomel gehörte in den letzten Jahren zu den wenigen Athleten, die den Norwegern und Franzosen Paroli bieten konnten. Die Saison 2024/25 schloss er auf dem sechsten Gesamtplatz ab. Zudem holte er seine erste WM-Einzelmedaille, nachdem er zuvor „nur“ in verschiedenen Staffeln Edelmetall gewinnen konnte.

In der Vorsaison war der Italiener insbesondere im Januar in Topform und gewann sogar drei Weltcup-Rennen in Serie. Ausgerechnet bei den Olympischen Spielen kam es aber zu ganz bitteren Momenten. Nach Silber in der Mixed-Staffel blieb Giacomel in den weiteren Rennen erfolglos.

Giacomel unterzieht sich Herz-OP nach Olympia-Drama

Besonders tragisch lief der abschließende Massenstart-Wettbewerb, den der Athlet in Führung liegend aufgeben musste. Anschließend wurde ein Herzfehler diagnostiziert, der operativ behandelt werden musste.

„Ich hatte Angst, als ich angehalten bin. Ich habe die Skier abgenommen und mich hingesetzt. Ich habe viele Leute um mich herum gesehen, die sehr große Angst hatten. Dann habe ich auch Angst bekommen. Es war eine neue Erfahrung“, schilderte Giacomel im Gespräch mit NRK die schlimmen Erlebnisse aus Antholz.

Giacomel beendete seine Saison vorzeitig, die OP und der Wiedereinstieg ins Training verliefen dann jedoch positiv. „Ich fühle mich körperlich gut und als wäre nichts passiert“, gab er zunächst ein erfreuliches Update. Umso ärgerlicher, dass ihn der nächste Rückschlag so schnell eingeholt hat.