Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, soll es in Südkoreas WM-Trainingscamp im mexikanischen Zapopan zu einem Spionagevorfall gekommen sein. Beim nicht öffentlichen Training sei eine Drohne über dem Gelände gesichtet worden.

Aufgefallen sei die Drohne direkt zu Beginn der Einheit, als sich die Mannschaft um Kapitän Heung-Min Son und Bayerns Min-Jae Kim gerade aufwärmte.

Im südkoreanischen Trainingscamp soll es einen mutmaßlichen Spionagefall gegeben haben
Im südkoreanischen Trainingscamp soll es einen mutmaßlichen Spionagefall gegeben habenIm südkoreanischen Trainingscamp soll es einen mutmaßlichen Spionagefall gegeben haben© IMAGO/EPA

WM: Militäreinsatz im Südkorea-Camp

Schließlich habe ein Mitarbeiter des mexikanischen Militärs, der auf das Stören von Drohnen spezialisiert ist, das Flugobjekt vom Himmel geholt. Allerdings sollen die mutmaßlichen Täter die Drohne nach dem Absturz wieder aufgelesen haben, bevor sie verschwunden seien.

Weitere Hinweise sind nicht bekannt. Der südkoreanische Fußballverband KFA erstattete nach dem Vorfall Bericht bei der FIFA.

Es ist nicht der erste Aufreger um das Team von Trainer Myung-Bo Hong. Zuletzt gab es bei Südkorea Ärger aufgrund eines Medienboykotts. Reporter hatten sich zuvor wohl verunglimpfend über die Militärzeit von Heung-Min Son geäußert.

Nach dem 2:1-Erfolg im ersten WM-Gruppenspiel gegen Tschechien können die Ostasiaten gegen Mexiko (Freitag ab 03:00 Uhr im SPORT1-LIVETICKER) bereits die K.o.-Phase buchen.