Die jüngsten Eingriffe der US-Politik in die Fußball-WM haben auch den DFB-Sportdirektor Rudi Völler irritiert.

„Ich hätte das gerne anders gehabt. Das ist nicht schön zu sehen“, sagte der Weltmeister von 1990 am Dienstag in Winston-Salem, fünf Tage vor dem deutschen Auftaktspiel gegen Curacao in Houston. Hintergründe könne er allerdings „nicht beurteilen“.

Rudi Völler hat sich von den jüngsten Eingriffen der US-Politik irritiert gezeigt
Rudi Völler hat sich von den jüngsten Eingriffen der US-Politik irritiert gezeigtRudi Völler hat sich von den jüngsten Eingriffen der US-Politik irritiert gezeigt© AFP/SID/FABRICE COFFRINI

WM-Schiri wurde Einreise verweigert

Die USA hatten Omar Artan aus Somalia, dem besten Schiedsrichter Afrikas, am Flughafen von Miami die Einreise verweigert.

Auch Teile der iranischen Delegation wurden abgewiesen. Wie der nationale Fußballverband am Dienstag mitteilte, sind dem Iran von den Vereinigten Staaten die zugeteilten Eintrittskarten für die Gruppenspiele zudem kurzfristig entzogen worden.

Völler: „Keine Angst politische Fragen zu beantworten“

Völler versicherte, er habe „keine Angst, politische Fragen zu beantworten. Aber wir sind für solche Probleme die falschen Ansprechpartner. Wir konzentrieren uns darauf, eine gute WM zu spielen, den Rest wird man sehen.“

Nach der bitteren Erfahrung von Katar will der Deutsche Fußball-Bund politische Themen diesmal von der Mannschaft fernhalten.