Ein Wechsel von Nathaniel Brown zum FC Bayern nimmt immer konkretere Züge an. Ex-Weltmeister Lothar Matthäus hat nun Zweifel geäußert, ob ein Transfer des Frankfurter Außenverteidigers sinnvoll ist.
„Ein deutscher Nationalspieler kann dem FC Bayern immer guttun“, betonte Matthäus bei einem Topps-Event in München, merkte jedoch mit Blick auf den Konkurrenzkampf in der Münchner Defensive an: „Alphonso Davies hat aber erst vor kurzem einen Riesenvertrag unterschrieben.“
Brown könne „natürlich auch rechts spielen, aber da ist dann immer noch Konrad Laimer, der ja wahrscheinlich doch verlängert. Zwei Topverträge und Brown kostet ja auch ein bisschen was“, fuhr Matthäus fort.
Geht es nach dem Rekordnationalspieler, bräuchte es erst einmal Abgänge beim deutschen Rekordmeister, um die Kassen für mögliche Neuverpflichtungen zu füllen. „Ein Verkauf muss her, sonst ist kein Geld da für Transfers. Der FC Bayern hat keinen Druck und einen guten Kader“, erklärte Matthäus, der die WM in den USA, Mexiko und Kanada als TV-Experte begleiten wird.
FC Bayern: Matthäus spricht sich für Gvardiol aus
Zu Manchester Citys Josko Gvardiol, der ebenfalls mit den Münchnern in Verbindung gebracht wird, fand Matthäus derweil ausschließlich lobende Worte.
„Ich glaube, dass er ein Baustein sein könnte, um die Defensive so stabil zu halten. Gerade in der Champions League gab es viele Gegentore, weil alle sehr offensiv gedacht haben“, meinte der 65-Jährige mit Blick auf den kroatischen Innenverteidiger.
Positiv hob er dabei hervor, dass Gvardiol sowohl die linke Verteidigerposition als auch die des Innenverteidigers bekleiden könne. „Mit Gvardiol hat man einen, der Defensive gelernt hat, der Erfahrung hat, der die Bundesliga kennt und auch in der Offensive seine Stärken hat“, fasste Matthäus zusammen.
Gvardiol, der zwei Saisons bei RB Leipzig aktiv war, bereitet sich momentan in den USA mit Kroatien auf den WM-Auftakt vor. Gleich am ersten Spieltag der Gruppe L wartet mit England ein echter Kracher auf die Kroaten.
Dabei werden Gvardiols Defensivqualitäten direkt besonders auf die Probe gestellt. Schließlich bekommt es das kroatische Team mit Bayern-Torjäger Harry Kane zu tun – dem zukünftigen Teamkollegen des 24-Jährigen?