Er hätte das Zeug zum Shootingstar dieser Weltmeisterschaft gehabt. Doch statt nach Chicago, Winston-Salem, Houston, Toronto und New Jersey geht es für Lennart Karl nun zurück nach Deutschland.
Im Abschlusstraining des DFB-Teams am Freitag vor dem letzten Testspiel vor der WM gegen die USA (20.30 Uhr im LIVETICKER) zog sich der Bayern-Youngster einen Muskelbündelriss zu und verpasst damit das Turnier. Der Abschied von der Mannschaft fiel entsprechend emotional aus.
So traurig war der Karl-Abschied von der Nationalmannschaft
DFB-Präsident Bernd Neuendorf schilderte am Abend (Ortszeit) das letzte Zusammenkommen der Mannschaft mit dem 18-Jährigen: „Wir haben ihn gerade verabschiedet. Im Kreis der Mannschaft, nochmal alle zusammengerufen. Julian war da und hat noch ein paar Worte gesagt, die ganze Mannschaft war da. Er hat auch noch ein paar Worte gefunden, obwohl ihm das sehr schwergefallen ist. Er war extrem traurig. Es sind auch, glaube ich, schon ein paar Tränen geflossen“, so der 64-Jährige bei einer Abendveranstaltung, an der auch SPORT1 teilnahm.
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Nachdem Karl seine Familie informiert hatte, ging es für den Bayern-Profi direkt zum Flughafen.
Kaum ein Auge blieb trocken
„Es drückt so ein bisschen die Stimmung. Er war in den letzten Spielen top unterwegs und hat uns viel Freude gemacht“, sagte Neuendorf. Auch wenn es für den Youngster „extrem bitter“ sei, fügte der DFB-Präsident an: „Das einzige Positive ist, wenn man dem überhaupt was abgewinnen kann, dass er noch einige Weltmeisterschaften vor sich hat. Für den Moment ist das sehr, sehr traurig und die Verabschiedung war dementsprechend.“
Bereits am Tag des letzten Tests vor dem Turnier wird Karl wieder in Deutschland erwartet. Für ihn endet das WM-Abenteuer früher als erhofft. Kein Wunder also, dass bei seinem Abschied kaum ein Auge trocken blieb.