Das Aus von Harold Kreis als Bundestrainer ist besiegelt. Das gab der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) am Freitag offiziell bekannt und schrieb von einer einvernehmlichen Beendigung der Zusammenarbeit. Der eigentlich noch bis 2027 laufende Vertrag wurde vorzeitig aufgelöst. Vor der Heim-WM im kommenden Jahr gibt es damit eine personelle Neuausrichtung hinter der Bande.

„Wir sind nach einer intensiven Analyse zu diesem Entschluss gelangt“, sagte DEB-Sportvorstand Christian Künast über die Trennung: „Harold Kreis hat sich mit großer Hingabe in den Dienst der Nationalmannschaft gestellt und bedeutende Verdienste um das deutsche Eishockey erworben.“ Allerdings sei man „der festen Überzeugung, dass es nun einen neuen Impuls braucht“. Wer auf Kreis als Bundestrainer folgt, steht noch nicht fest.

Harold Kreis war seit 2023 Eishockey-Bundestrainer
Harold Kreis war seit 2023 Eishockey-BundestrainerHarold Kreis war seit 2023 Eishockey-Bundestrainer© IMAGO/Herrmann Agenturfotografie

Der 67 Jahre alte Deutsch-Kanadier war seit 2023 Trainer der DEB-Auswahl. Als Nachfolger von Toni Söderholm führte Kreis Deutschland im gleichen Jahr zu WM-Silber. An den großen Erfolg konnte Kreis mit dem DEB-Team in den folgenden Jahren aber nicht anknüpfen.

Deutschland scheitert bei Eishockey-WM erneut vorzeitig

Bei der WM in diesem Jahr in der Schweiz schied Deutschland zum zweiten Mal in Folge bereits in der Vorrunde aus. Zusammen mit dem vorzeitigen K.o. bei den Olympischen Spielen erlebte das deutsche Team die dritte Turnier-Enttäuschung in Serie.

„Die vergangenen drei Jahre mit der Nationalmannschaft waren eine besondere Zeit, an die ich mit großer Dankbarkeit zurückdenke“, sagte Kreis zum Abschied. „Ich wünsche dem Verband und der Mannschaft für die kommenden Aufgaben alles Gute.“

Sportvorstand Künast hatte nach dem Vorrunden-Aus in Zürich Kreis‘ Zukunft als Bundestrainer offen gelassen.