Antonio Rüdiger wird Real Madrid wohl erhalten bleiben. Der Innenverteidiger ist weiterhin auf der offiziellen Klub-Website geführt und soll nach Medienberichten noch eine Saison dranhängen. Im WM-Quartier der deutschen Nationalmannschaft sprach er mit The Guardian über die vergangenen zwei Spielzeiten und redete Klartext.

So stellte der Abwehrmann klar, dass eine titellose Phase zwar vorkommen könne, aber kein Normalzustand sein dürfe: „So etwas kann passieren, dass du zwei Jahre keinen Titel holst – aber normal darf das nicht sein.“ Gerade in Madrid werde jede Niederlage seziert, jede Saison ohne Pokal lasse die Stimmen von außen anschwellen.

Antonio Rüdiger fordert nach zwei titellosen Saisons mit Real Madrid, dass die richtigen Schlüsse gezogen werden
Antonio Rüdiger fordert nach zwei titellosen Saisons mit Real Madrid, dass die richtigen Schlüsse gezogen werdenAntonio Rüdiger fordert nach zwei titellosen Saisons mit Real Madrid, dass die richtigen Schlüsse gezogen werden© IMAGO/ZUMA Press Wire

Rüdiger-Ansage zu Real Madrid: „Zieh die richtigen Schlüsse“

Die Nebengeräusche spüre auch die Kabine. „Wenn du nicht gewinnst, gibt es viel Lärm um alles… aber das ist Fußball, das kann passieren“, sagte Rüdiger. Dann gebe es „viele Dinge“, die den Fokus auf etwas anderes lenken würden, ohne dass sie „wichtiger“ seien.

Für ihn zählt jetzt nur der saubere Schnitt. „Was sollen wir denn tun? Sollen wir am Ende des Tages immer noch den vergangenen Spielzeiten nachtrauern? Nein. Zieh die richtigen Schlüsse und schau nach vorne“, betonte er und stellte klar: „Was jetzt verloren ist, kannst du nicht zurückgewinnen.“

WM: Rüdiger mag die Außenseiterrolle

Angesprochen auf die WM meinte Rüdiger: „Als großes Land wie Deutschland mit einer großen Fußballgeschichte fährt man nicht zur Weltmeisterschaft, nur um zu sagen: ‚Hallo, wir sind da.‘“

Er fügte hinzu, dass man versuche, sein Bestes zu geben, aber „natürlich gibt es heutzutage Mannschaften, die vor uns liegen. Aber es ist vielleicht manchmal gar nicht so schlecht, in der Außenseiterrolle zu sein“.