Ex-Referee Lutz Wagner bedauert die Entscheidung des Fußball-Weltverbands FIFA, Schiedsrichter Daniel Siebert nicht für die anstehende WM in den USA, Kanada und Mexiko nominiert zu haben.
„Es hätte mich für ihn gefreut. Daniel ist ein exzellenter Schiedsrichter, der zudem das Champions-League-Finale gepfiffen hat. Die Leistung war nicht nur gut, sie war sehr gut. Damit hat er beste Werbung betrieben, auch für die deutschen Schiedsrichter. Deswegen hätte ich es ihm sehr gegönnt“, sagte Wagner in der Sendung WM Aktuell auf SPORT1.
Siebert pfiff das Champions-League-Finale
Siebert hatte vor wenigen Tagen nahezu fehlerfrei das Champions-League-Finale zwischen dem FC Arsenal und Paris Saint-Germain geleitet und nach Abpfiff großes Lob für seine Leistung geerntet. Bei der WM wird der gebürtige Berliner hingegen fehlen, obwohl das Teilnehmerfeld der Unparteiischen auf 52 Schiedsrichter aufgestockt wurde.
Als einziger deutscher Unparteiischer wird in Nordamerika Felix Zwayer auf dem Platz im Einsatz sein. Der 45-Jährige habe sich eine WM-Nominierung „absolut verdient“, sagte Wagner. „Er hat bei der Klub-WM gepfiffen, im Jahr davor auch bei der EM. Er hat beide Wettbewerbe mit sehr guten Resultaten abgeschlossen. Auch seine beiden Assistenten, Robert Kempter und Christian Dietz, haben es verdient.“
Wagner schwärmt von Bastian Dankert
Ebenfalls bei der WM im Einsatz wird der Deutsche Bastian Dankert sein – allerdings nur als Video-Assistent. Damit habe die FIFA alles richtig gemacht, so Wagner. „Wir haben auch noch Bastian Dankert dabei, den vielleicht besten VAR weltweit, der schon bei allen großen Turnieren dabei war und herausragende Leistungen erbracht hat und immer wieder angesetzt wird.“
DFB-Schiedsrichterlehrwart Wagner hätte sich gewünscht, „dass neben dem Team Zwayer auch noch das Team Siebert bei der WM dabei ist – unterstützt vom Team Dankert. Dann wäre es mir um die WM nicht bange.“
Am 11. Juni beginnt in Mexiko-Stadt die Fußball-WM 2026. Das Eröffnungsspiel bestreiten Gastgeber Mexiko und Südafrika.