Der ehemalige Schiedsrichter Hellmut Krug fürchtet durch die jüngsten Regeländerungen bei der anstehenden Fußball-WM noch mehr Diskussionen und Unterbrechungen.

Der VAR darf beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) unkorrekt gegebene Ecken, eine zweite Gelbe Karte, die zu Gelb-Rot führt, sowie eine Spielerverwechslung bei Platzverweisen oder Verwarnungen überprüfen.

Hellmut Krug (M.) bei der WM 1994
Hellmut Krug (M.) bei der WM 1994Hellmut Krug (M.) bei der WM 1994© IMAGO/WEREK

Ex-Schiedsrichter fürchtet „etliche Diskussionen“

„In der Konsequenz wird das zu weiteren unnötigen Spielunterbrechungen führen. Ich kann Ihnen jetzt schon garantieren, dass es etliche Diskussionen bezüglich der Gelben Karten geben wird. Da gibt es so viel Handlungsspielraum“, sagte Krug im Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe und ergänzte: „Was passiert denn, wenn die zweite Gelbe Karte korrekt ist, die erste aber völlig unberechtigt war? Das ist inkonsequent. Dann müsste man genau genommen zukünftig jede Gelbe Karte überprüfen, doch das würde zu noch mehr Unterbrechungen führen – und ist aus meiner Sicht der falsche Weg.“

Der heute 70-jährige Krug war 1994 bei der ersten Fußball-WM in den USA im Einsatz.

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