Nervenstarke Hockey-Frauen weiter
"Wahnsinn!" Dieser Strahl lässt Deutschland jubeln
Im entscheidenden Spiel um die Zwischenrunde haben die Deutschen gegen die USA die besseren Nerven und halten ihren Medaillentraum am Leben.
Die deutschen Hockey-Frauen haben dem großen Druck standgehalten und sind bei der Weltmeisterschaft in Belgien und den Niederlanden in die Zwischenrunde eingezogen. Im Showdown zum Gruppenfinale bezwang das Team von Bundestrainerin Janneke Schopman die USA mit 3:1 (1:0). Auch dank ihrer Nervenstärke bei Siebenmetern wahrten die „Danas“ damit die Chance auf die erste WM-Medaille seit 1998.
Nach einem Sieg und einer Niederlage in den vorherigen Gruppenspielen war die Ausgangslage klar. Gegen den Weltranglisten-Elften sei es „ein alles-oder-nichts-Spiel, aber auch gleichzeitig das, worauf man als Leistungsspieler am meisten Bock hat“, hatte Nationalspielerin Emma Davidsmeyern gesagt.
Deutsche Hockey-Frauen ziehen nervenstark in die Zwischenrunde der WM
Im Regen im belgischen Wavre trat die DHB-Auswahl von Beginn an dominant auf, benötigte allerdings einen Siebenmeter für den ersten Befreiungsschlag. Die 23-jährige Jette Fleschütz trat in der 21. Minute an und besorgte mit etwas Glück die Führung.
Entschlossenheit und giftige Zweikampfführung wurden auch nach der Pause belohnt. Co-Kapitänin Lisa Nolte (33.) bewies ein gutes Gespür und erhöhte per Abstauber. Eine Einzelaktion von Ashley Sessa (39.) ließ die Amerikanerinnen noch einmal herankommen. Fleschütz (43.) gelang wiederum die Antwort. Zum Ende des dritten Viertels sorgte sie mit ihrem zweiten verwandelten Siebenmeter für den alten Abstand.
Jette Fleschütz: Die unverhoffte Matchwinnerin
Doppelte Nervenstärke der 23-Jährigen, die sich in dieser Rolle eigentlich gar nicht so wohlfühlt: „Wenn man mich ein bisschen kennt, stehe ich ja eigentlich gar nicht so gerne da, und irgendwie stehe ich da im Mittelpunkt. Aber es hat sich im Training irgendwie ergeben, weil wir viel Siebenmeter geschossen haben und das eigentlich immer ganz gut geklappt hat. Dann habe ich mich eigentlich ganz gut gefühlt und dachte, ich schieße dann auch den zweiten nochmal“, erklärte sie ihre kuriose Situation nach dem Spiel bei MagentaTV.
Mit sechs Punkten schoben sich die Deutschen an den USA (4) vorbei. Als Gruppenzweiter hinter Vizeweltmeister Argentinien, der zuvor Deutschland mit 3:2 besiegt hatte, geht es nun in die Zwischenrunde. Auch hier gilt: Die zwei besten Teams der beiden Gruppen kommen weiter und ziehen ins Halbfinale ein.
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Für Nationaltrainerin Janneke Schopman begann mit dem Spiel gegen die USA die Phase der Endspiele im Turnier: „Heute war erstmal das erste Finale. Und dann kommt in zwei oder drei Tagen, ich weiß nicht genau, wie viele Ruhetage wir haben, das zweite Finale. Und wir müssen am Ende Gas geben. Egal ob Belgien, Spanien, wir wissen, wir müssen Punkte holen, wir müssen gewinnen. Ich weiß auch, dass wir das können.“