Die Hoffnung der Löwen Braunschweig auf einen Verbleib in der Basketball Bundesliga trotz des sportlichen Abstiegs wird immer größer. Die BBL hat entschieden, für die neue Saison ein Wildcard-Verfahren einzuleiten. Braunschweig wird sich bewerben, das gab der Klub am Mittwoch bekannt.
Für 2026/27 ist einer der 18 Plätze in der höchsten Spielklasse noch frei, da in den Bozic Estriche Kirchheim Knights ein Klub im Playoff-Finale der 2. Liga (ProA) steht, der keinen Lizenzantrag für die BBL gestellt hat. Es wird nur Gegner Phoenix Hagen aufsteigen, sollte der Klub die Lizenz erhalten.
„Der sportliche Abstieg bleibt für uns alle eine große Enttäuschung. Daran ändert auch die nun eröffnete Möglichkeit einer Wildcard nichts. Gleichzeitig bietet sich uns damit die Chance, weiterhin Teil der BBL zu bleiben – und diese Möglichkeit wollen wir wahrnehmen“, sagte Nils Mittmann, Geschäftsführer der Löwen.
Heidelberg plant Wildcard-Antrag
Auch der zweite Absteiger MLP Academics Heidelberg könnte sich um die Wildcard bewerben. Braunschweig, Klub von Hauptgesellschafter und NBA-Profi Dennis Schröder, hat als Tabellen-17. bei erfolgreicher Bewerbung aber das Vorrecht auf den Zuschlag.
Am Mittwoch begann eine zehntägige Frist, innerhalb dieser Zeitspanne müssen die Klubs ihre Bewerbung mit den erforderlichen Unterlagen und Nachweisen einreichen. So sind im Rahmen des Prozesses unter anderem 800.000 Euro fällig.
„Uns ist bewusst, dass der Erwerb einer Wildcard mit erheblichen wirtschaftlichen Anforderungen verbunden ist und kein Selbstläufer sein wird“, so Mittmann. „Dieser Verantwortung stellen wir uns mit großer Ernsthaftigkeit und werden alles daransetzen, die notwendigen finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, um diese Chance zu nutzen und dem Basketball in Braunschweig eine zukunftsfähige, erstklassige Perspektive zu geben.“