Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf und Sportvorstand Sven Mislintat gehen getrennte Wege. Wie der Klub in einem offiziellen Statement bekannt gab, wird die Führungsebene neu aufgestellt.

„Im Rahmen der internen und gemeinsamen Analyse wurde deutlich, dass es in den strategischen Ausrichtungen unterschiedliche Vorstellungen gibt“, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Björn Borgerding.

Deswegen habe man gemeinsam beschlossen, „den Weg zu beenden und eine einvernehmliche Trennung erzielt. Wir danken Sven für seinen Einsatz und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“

Mislintat-Erbe schon gefunden

Mislintats Nachfolger wird Samir Arabi – der 47-Jährige hatte bis 2023 als Geschäftsführer Sport für Arminia Bielefeld gearbeitet.

Auf Arabi wartet in Düsseldorf ein schweres Projekt, nach dem Abstieg besitzen nur noch zehn Spieler einen Vertrag für Liga drei. „Fortuna Düsseldorf ist trotz der aktuellen Situation ein besonderer Verein mit viel Leidenschaft und großartigen Fans. Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mir sehr schnell gezeigt, dass hier absolute Klarheit darüber herrscht, welchen Weg der Verein jetzt gehen muss“, sagte der Mislintat-Erbe.

Weiter geht es bei der Fortuna für den bisherigen Vorstandsvorsitzenden Alexander Jobst, dessen Vertrag „vorzeitig und ligaunabhängig verlängert“ wurde. Diese Entscheidung sei schon vor dem Abstieg gefallen.

Mislintat hatte den Job in Düsseldorf erst im Dezember 2025 angetreten und dabei Klaus Allofs beerbt. Unmittelbar nach dem Absturz in die 3. Liga hatte der 53-Jährige noch betont, dem Verein treu bleiben zu wollen – in den vergangenen Tagen deutete sich eine vorzeitige Trennung aber immer mehr an.

Zuletzt hatte sich der Sportfunktionär auch beim BVB und bei Ajax Amsterdam nach wenigen Monaten wieder verabschiedet.

Das sagt der einstige BVB-Mann zum Aus

„Fortuna war und ist für mich eine Herzensangelegenheit“, erklärte der scheidende Sportvorstand: „Aber wie das manchmal im Leben so ist, entwickeln sich die Dinge anders, als sich das alle gewünscht hätten.“

Mislintat weiter: „Der Abstieg und seine Auswirkungen hat uns alle brutal getroffen. Das haben wir in den letzten Tagen intern aufgearbeitet und auch darüber diskutiert, welche Schlüsse wir daraus ziehen müssen. Dabei haben wir festgestellt, dass wir unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige Ausrichtung des Clubs haben.“

Das könne zwar vorkommen, „aber dann sollte man im Sinne des Vereins offen diskutieren, ob diese Konstellation wirklich die beste für die Fortuna ist. Das haben wir getan, ganz ohne persönliche Befindlichkeiten.“ Abschließend bedankte sich Mislintat noch bei den Fans.

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