Drastischer Schritt von Darts-Legende Raymond van Barneveld: Wie der Niederländer in einem Interview bekanntgegeben hat, wird er in den kommenden Monaten etliche Turniere auslassen und erstmal pausieren.

„So weiterzumachen, ergibt überhaupt keinen Sinn. Auch nicht, wenn es mich die Weltmeisterschaft kostet“, sagte der 59-Jährige im Gespräch mit NU.nl und betonte: „Die Form ist nicht nur ein bisschen weg, sondern komplett verloren. Es läuft wirklich megaschlecht.“

Darts-Legende Raymond van Barneveld legt eine Pause ein
Darts-Legende Raymond van Barneveld legt eine Pause einDarts-Legende Raymond van Barneveld legt eine Pause ein© IMAGO/STEINSIEK.CH

Van Barneveld zieht nach England

Van Barneveld zog den Vergleich zu einem verletzten Fußballer, der in Ruhe wieder fit werden wolle, was aber nicht funktioniere: „Ich bin chronisch verletzt, vor allem mental – und kann mich nicht erholen. Im Moment ist es furchtbar schwer für mich.“

Der Weltmeister aus dem Jahr 2007 zieht sich zurück, in der Hoffnung, wieder zu seiner Form zurückzufinden. Zudem hat er vor, seinen Lebensmittelpunkt von der niederländischen Stadt Den Haag nach England zu verlegen, auch damit er zu den meisten PDC-Turnieren nicht mehr so lange reisen muss.

Darts-Legende will noch mindestens anderthalb Jahre spielen

Van Barneveld will die kommenden Monate nutzen, um „das Feuer wieder zu entfachen“. Dabei soll ihm sein neues Anwesen im englischen Milton Keynes helfen. Die Schlüssel erhält er am 26. Mai. Der Niederländer wird dort mit seiner Frau Julia wohnen.

„Die Leute müssen keine Angst haben, dass ich endgültig weg bin. Das befürchteten auch schon meine Kinder. Ich werde alle paar Wochen zwischen Den Haag und England pendeln. Aber ich schließe nicht aus, dass ich mich dort niederlasse, wenn es mir gefällt“, erklärte der 59-Jährige.

Er sagte abschließend in aller Deutlichkeit, dass er seine Karriere noch nicht aufgegeben hat und „im Prinzip noch anderthalb Jahre“ bis zur WM 2028 weitermachen wolle. Van Barneveld begründete: „Ich will nicht als Nörgler in Erinnerung bleiben, sondern Turniere gewinnen. Das Blatt kann sich auch schnell wieder wenden.“