Wer steht bei der Weltmeisterschaft im Tor? Wenige Tage vor der endgültigen Kader-Nominierung am 21. Mai lodert es, dass Manuel Neuer kurz vor seinem DFB-Comeback steht und das Turnier als Nummer eins bestreiten könnte. Das würde bedeuten, dass der bisherige Stammtorhüter, Oliver Baumann, zurück ins zweite Glied rücken würde.

Der Keeper der TSG Hoffenheim ist Teil der NDR-Dokumentation „Keeper – Zwischen Sieg und Scheitern“, die am 17. Mai veröffentlicht wurde und ihn sowie Ron-Thorben Hoffmann (Eintracht Braunschweig) und Stina Johannes (VfL Wolfsburg/DFB-Frauen) in den vergangenen Wochen begleitet hat.

Oliver Baumann (r.) und Manuel Neuer im DFB-Dress
Oliver Baumann (r.) und Manuel Neuer im DFB-DressOliver Baumann (r.) und Manuel Neuer im DFB-Dress© IMAGO/MIS

Baumann schaut sich nicht viel von Neuer ab

Dort spricht Baumann unter anderem über das Zusammenspiel mit Neuer beim DFB: „Er hat das Torwartspiel extrem geprägt und spielt bis heute auf einem Niveau, was Weltklasse ist.“

Der 35-Jährige erklärte zwar, dass er sich nicht viel von ihm abschauen könnte, da er nicht die Größe und das physische Gesamtpaket wie Neuer habe, aber „trotzdem war es interessant, wie er die Situationen löst und wie er trainiert“.

Baumann: „Das absolute Highlight meiner Karriere“

Am Ende der Doku wurde Baumann auf die Ausstrahlung seines Kontrahenten auf dem Platz zwischen den Pfosten angesprochen, woraufhin er meinte: „Ich glaube nicht, dass die Topspieler, die in den Nationalteams oder in der Bundesliga unterwegs sind, nachdenken: ‚Oh Mist, da steht der Manu, ich treffe den Ball auf einmal nicht mehr oder ich habe Angst, nur weil der eine Aura hat.'“

Abschließend betonte der Keeper mit Blick auf den Sommer – emotional sichtlich bewegt: „Natürlich war der Traum Nationalmannschaft da, und den jetzt greifen zu können, ist das absolute Highlight meiner Karriere.“

Unmittelbar auf diesen Satz leiten die Macher zur aktuellen Lage um das wahrscheinliche Neuer-Comeback und die sich anbahnende Degradierung Baumanns zur Nummer 2 über.