Eintracht Frankfurt trauert um Egon Loy: Der Meistertorhüter von 1958/59 ist am Freitag im Alter von 95 Jahren verstorben.

Erst am Donnerstag hatte der „Schwarze Panther“ seinen 95. Geburtstag gefeiert. Von 1954 bis 1967 hütete er das Tor der Eintracht, wurde 1959 mit den Hessen Deutscher Meister – bis heute die einzige Meisterschaft der Vereinsgeschichte.

Egon Loy in Aktion
Egon Loy in AktionEgon Loy in Aktion© IMAGO/Ferdi Hartung

Das hat es mit dem „Schwarzen Panther“ auf sich

Außerdem erlebte Loy das Jahrhundertspiel gegen Real Madrid 1960 als Nummer eins. Real gewann das Finale des Europapokals der Landesmeister im Hampden Park in Glasgow vor fast 130.000 Zuschauern mit 7:3. Das spektakuläre Finale wurde später zum besten Vereinsmannschaftsspiel der Geschichte gekrönt und ist heute längst ein Mythos.

Loy trug im Spiel für die Geschichtsbücher ein schwarzes Trikot, das er 2007 dem Museum schenkte. Die Torwart-Legende sagte einst: „Ich habe immer gerne schwarze Hemden oder Pullover getragen. So wurde ich bei den Mannschaftskameraden zum ‚Schwarzen Panther'“.

Loy absolvierte 349 Spiele für die Eintracht

Insgesamt absolvierte Loy 349 Partien für die Eintracht. Am 24. August 1963 stand er am ersten Spieltag der Bundesliga-Geschichte im Tor. 1967 gewann er mit den Hessen den International Football Cup.

In besonderer Erinnerung blieb Loy der 22. August 1954. Beim 1:0 gegen Erzrivale Kickers Offenbach war die Eintracht zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Bieberer Berg siegreich.

Loy hielt damals den Kasten sauber und erzählte von seinem „schönsten Hochzeitsgeschenk“. Erst kurz zuvor hatte er seine Freundin Irmgard geheiratet, die bereits im Herbst 2025 verstarb.

Loy wird ins besonderer Erinnerung bleiben

Der Verein „verliert mit Egon Loy einen großen Sportsmann, der ganz eng verbunden ist mit den glorreichen Zeiten des Vereins“.

Axel Hellmann, Vorstandssprecher bei den Adlerträgern, erinnert sich: „Egon Loy war eine der prägenden Persönlichkeiten der Eintracht und wir haben es immer genossen, dass er am Vereinsleben bis ins hohe Alter lebhaft teilgenommen hat. Wenn er über den internationalen Fußball der 1950er Jahre sprach, waren das im wahrsten Sinne des Wortes fantastische Geschichten aus einer anderen Zeit.“