Ungewöhnlicher Vorgang in der Leichtathletik: Abby Steiner geht gerichtlich gegen ihren Ausrüster vor und erhebt schwere Vorwürfe. Die zweimalige Weltmeisterin soll ihre Klage gegen Puma sowie das Formel-1-Team Mercedes laut The Athletic Ende April vor einem Gericht im US-Bundesstaat Massachusetts eingereicht haben.
Der Anlass für ihr Vorgehen: Steiner macht fehlerhafte Sportschuhe für gravierende Verletzungen und das potenzielle Ende ihrer aktiven Laufbahn verantwortlich. Dabei geht es speziell um Spikes, die Puma zusammen mit Mercedes entwickelt haben soll.
Demnach bezeichnet Steiner die Schuhe als „defekt“ und „unsicher“. Diese hätten „das Verletzungsrisiko aufgrund ihres Designs sowie der Verwendung von Carbonplatten- und Nitro-Schaumtechnologie erhöht“, lautet der Vorwurf der US-Amerikanerin. „Dies hat dazu geführt, dass die Funktionsweise von Fuß und Sprunggelenk beim Laufen verändert wird.“
Steiner gewann mit der Staffel zweimal WM-Gold
2022 hatte Steiner bei den Weltmeisterschaften in Eugene Gold mit der US-Staffel über 4×100 Meter und 4×400 Meter gewonnen. Im gleichen Jahr schloss sie einen millionenschweren Deal mit Puma ab.
Nur ein Jahr später mehrten sich bereits die Verletzungen der 26-Jährigen. Im August 2025 kündigte Steiner schließlich eine Pause vom Wettkampfgeschehen an – und macht jetzt ihre Schuhe für diesen Schritt verantwortlich.
Während die Sprinterin unter anderem Schadensersatz fordert, wehrt sich der Sportartikelhersteller gegen ihre Vorwürfe. „Wir weisen jegliche Behauptung, dass unsere Performance-Produkte Verletzungen verursachen, entschieden zurück“, teilte Puma laut The Athletic mit.