Der Transferpoker um Said El Mala hat eine neue Wendung genommen. Brighton & Hove Albion, bislang als aussichtsreichster Interessent für den Youngster des 1. FC Köln gehandelt, hat sich laut dem Kölner Stadt-Anzeiger aus den Gesprächen zurückgezogen. Ausschlaggebend sollen die finanziellen Vorstellungen der Domstädter gewesen sein.
Transfer? So viel will der 1. FC Köln für Said El Mala
Beim „Effzeh“ herrscht nach SPORT1-Informationen Einigkeit darüber, im Falle eines Abgangs von El Mala einen maximalen Erlös zu erzielen. Die Preisvorstellung liegt im Bereich von mindestens 50 Millionen Euro.
Angebote unter dieser Größenordnung spielen für den Verein keine Rolle. Auch deshalb gilt Brighton, das diese Bewertung offenbar nicht mitgehen wollte, aktuell nicht mehr als möglicher Abnehmer.
Warum auch die WM bei El Mala eine Rolle spielt
Ein Faktor in den Überlegungen der Kölner ist die sportliche Perspektive des Spielers. Sollte El Mala den Sprung in den deutschen WM-Kader schaffen und dort zu Einsätzen kommen, rechnet der Bundesligist mit einer weiteren Steigerung des Marktwerts.
Allerdings ist den Verantwortlichen das damit verbundene Risiko bewusst. Intern wird die Frage diskutiert, ob der ideale Verkaufszeitpunkt möglicherweise verpasst werden könnte.
El Mala: Familie kann sich Verbleib vorstellen
Ebenfalls vorstellen könnten sich die Rheinländer, den 19-Jährigen für eine weitere Saison zu halten – wohl wissend, dass mittelfristig Transfereinnahmen nötig sind, um wirtschaftlich konkurrenzfähig zu bleiben. Ein Verbleib über den Sommer hinaus ist keineswegs ausgeschlossen.
Auch das familiäre Umfeld spielt eine Rolle. El Malas Mutter, die ihn berät, soll einem weiteren Jahr in Deutschland und speziell in Köln offen gegenüberstehen.
Konkrete neue Angebote liegen derzeit nicht vor. Doch es wird ohnehin erwartet, dass sich der Transfermarkt in England wie üblich erst im späteren Verlauf des Sommers dynamischer entwickelt – womöglich sogar erst nach der Weltmeisterschaft.
El Mala, dessen Vertrag bis 2030 läuft, absolviert seine erste Bundesliga-Saison und war auf Anhieb der große Hoffnungsträger der Kölner. In 31 Spielen in der Bundesliga gelangen ihm bereits elf Tore und fünf Vorlagen.