Der FC Bayern hat beim 4:3-Sieg in Mainz am 31. Spieltag der Bundesliga eine Horror-Halbzeit erlebt. Zur Pause lag die Elf von Trainer Vincent Kompany bereits mit 0:3 in Rückstand.

Nach Wiederbeginn blies der FCB allerdings umgehend zur Aufholjagd. Nicolas Jackson (53.), Michael Olise (73.) und Jamal Musiala (81.) brachten die Kompany-Truppe zurück ins Spiel. Harry Kane (83.) setzte dem Bayern-Wahnsinn und dem Mega-Comeback die Krone auf.

Jamal Musiala zauberte nach Einwechslung
Jamal Musiala zauberte nach EinwechslungJamal Musiala zauberte nach Einwechslung© IMAGO/HMB-Media

Bundesliga: Olise traumhaft – Kane setzt die Krone auf

Am Mainzer Bruchweg hatte Trainer Vincent Kompany mit acht Wechseln im Vergleich zum Halbfinalsieg im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen rotiert und unter anderem den erst 18 Jahre alten Bara Sapoko Ndiaye erstmals von Beginn an auf dem Platz geschickt.

Die lethargisch wirkenden Bayern machten es den Gastgebern von Beginn an einfach. Bei den Gegentreffern von Dominik Kohr (15.), Paul Nebel (29.) und Sheraldo Becker (45.+2) waren es immer wieder schläfrige Momente in der Bayern-Hintermannschaft, die die Gegentreffer ermöglichten.

Mit Wiederbeginn zeigte der FCB ein anderes Gesicht, auch weil Kompany mit Olise und Kane hochkarätige Wechselspieler brachte. Diese waren mit ihren Treffern maßgeblich am Comeback des deutschen Meisters beteiligt.

Auch Musiala stach heraus, der das Siegtor vom Engländer vorbereitete. Zuvor hatte bereits Olise traumhaft in typischer Manier, als er vom rechten Flügel ins Zentrum zog und das Leder wunderbar ins lange Eck schlenzte, ausgeglichen.

Der FC Bayern feierte damit seinen achten Sieg nach Rückstand in dieser Bundesliga-Saison und stellte damit einen Rekord im Oberhaus mit Bayer 04 Leverkusen aus der Spielzeit 1999/00 ein.

FC Bayern: Historisch schlechte Halbzeit

Nichtsdestotrotz: Der erste Durchgang reihte sich in die Geschichtsbücher des deutschen Rekordmeisters ein. In diesem Jahrtausend erlebten die Bayern zuvor erst dreimal einen solch hohen Pausenrückstand.  

Die Vorgänger: Ein 1:4 in Bochum im November 2022 (2:4-Endstand), ein 0:3 in Stuttgart im Jahr 2007 (1:3-Endstand) und ein 0:3 im Olympiastadion gegen Werder Bremen im Jahr 2004.

Zudem leistete sich der frischgebackene deutsche Meister immer wieder leichtfertige Ballverluste. Ein Beispiel war Leon Goretzka vor dem 0:2, wodurch der Mainzer Konter ermöglicht wurde.

Noch schlimmer hatte es die Bayern zuletzt im Jahr 1975 erwischt. Damals lagen die Münchner zur Pause mit 0:5 in Frankfurt (0:6-Endstand) zurück.