Die Fußballerinnen von Bayern München haben ihren ersten Matchball genutzt und sich dank Giulia Gwinn vorzeitig die deutsche Meisterschaft gesichert.
Münchner Frauen sichern Meistertitel
Das Team von Trainer José Barcala setzte sich mit etwas Mühe bei Union Berlin mit 3:2 (1:1) durch, der vierte Titel in Folge ist dem uneinholbaren Spitzenreiter nun nicht mehr zu nehmen. Nur drei Tage zuvor hatten sich die Münchner Männer zum deutschen Meister gekrönt – nun zogen die Frauen nach.
Frühester Titel in Frauen-Bundesliga
Zugleich ist es die früheste Meisterschaft in der Geschichte der Frauen-Bundesliga. Der FCR Duisburg war in der Saison 1999/00 nach 18 von 22 Spielen Meister geworden – bei den Münchnerinnen ist es nach 22 von 26 Partien.
19. Ligasieg dank Dreifachschlag
Edna Imade (8.), Barbara Dunst (50.) und die eingewechselte Gwinn (84.), die sich zuletzt während der Länderspielphase die Schulter ausgekugelt hatte, sorgten mit ihren Treffern in der Alten Försterei für den 19. Ligasieg in Folge und damit auch für die frühzeitige Entscheidung im Titelrennen. Sophie Weidauer (11.) und Lia Kamber (77.) erzielten die Tore für Union.
Bayern uneinholbar an der Spitze
Mit noch vier ausstehenden Spielen und 64 Punkten auf dem Konto ist Bayern nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen – doch die Münchnerinnen wollen mehr.
Bayerns Triple-Traum lebt
Denn im Saisonendspurt kann Bayern sogar noch vom Triple träumen: Dafür gilt es am Samstag (18.15 Uhr) aber zunächst im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen den spanischen Spitzenklub FC Barcelona die Chance auf den ersten Königsklassen-Titel zu wahren, im DFB-Pokal steht am 14. Mai das Finale gegen den Dauerrivalen VfL Wolfsburg an. Nach der insgesamt achten Meisterschaft können die Münchnerinnen zumindest mit Rückenwind in die entscheidenden Wochen starten.
Barcala will schnellen Bundesliga-Coup
Vor diesem Hintergrund hatte Barcala im Vorfeld mit Blick auf den angepeilten Triumph in der Bundesliga betont: „Es wäre fantastisch, es so früh wie möglich zu schaffen, dann könnten wir die Energie für die nächsten Schritte verwenden.“
Gwinn und Bühl zurück
Dafür kann der Spanier auch wieder auf Gwinn, die sich im ersten WM-Qualifikationsspiel des DFB-Teams gegen Österreich (5:1) noch verletzt hatte, und Klara Bühl nach einer überstandenen Wadenverletzung zählen. Beide Nationalspielerinnen nahmen neben Torjägerin Pernille Harder zunächst aber auf der Bank Platz – später übernahm vor allem Gwinn eine Hauptrolle.
Imade erzielt frühe Führung
Von Außen sah das Trio zunächst wie ihre Teamkolleginnen auf dem Platz vor 13.220 Zuschauern sogleich die Spielkontrolle übernahmen. Die Führung ließ auch nicht lange auf sich warten, nach einem ersten Kopfballversuch (6.), den Union-Keeperin Cara Bösl abfing, schlug Imade bei ihrem nächsten Anlauf zu.
Weidauer bestraft Dunst-Patzer
Doch die Antwort der Gastgeberinnen folgte prompt: Weidauer nutzte eine Nachlässigkeit von Dunst aus, stürmte auf das Tor zu und behielt frei vor Keeperin Ena Mahmutovic die Nerven.
Berlinerinnen halten Bayern in Schach
Bayern drängte weiter nach vorne, doch die Berlinerinnen zeigten sich bissig in den Zweikämpfen. Immer wieder ließen die Münchnerinnen den Ball durch die eigenen Reihen laufen, fanden im letzten Drittel aber kein Durchkommen.
Gwinn krönt Bayern-Druckphase
Linda Dallmann versuchte es schließlich aus der zweiten Reihe, doch Bösl parierte stark (33.). Auch nach der Pause machte Bayern weiter Druck, Dunst belohnte die Bemühungen. Barcala brachte mit Harder und Bühl (62.) frische Kräfte für die Offensive, doch Union blieb zunächst gefährlich. In der Schlussphase kam dann auch Gwinn noch zum Einsatz – und traf nicht einmal 15 Minuten später zum Titelgewinn für Bayern.