So euphorisiert hat man die Münchner Arena seit Jahren nicht mehr gesehen: Als Luis Díaz und Michael Olise mit ihren Traumtoren den Einzug des FC Bayern ins Halbfinale der Champions League eintüteten, präsentierten sich die Fans des Rekordmeisters von ihrer emotionalen Seite. Nicht wenige sprechen jetzt davon, dass der FC Bayern Topfavorit auf den Titel sei.

Doch bei aller berechtigten Euphorie muss man festhalten: Es war nicht das beste Spiel der Münchner.

Joshua Kimmich bremst nach dem Halbfinal-Einzug die Euphorie
Joshua Kimmich bremst nach dem Halbfinal-Einzug die EuphorieJoshua Kimmich bremst nach dem Halbfinal-Einzug die Euphorie© SPORT1-Grafik / IMAGO / Sven Simon

FC Bayern vs. Real Madrid ähnelt wilder Wirtshausschlägerei

Während man im Hinspiel im Bernabéu quasi mit dem Florett die Madrilenen bezwang, ähnelte die Partie am Mittwochabend eher einer wilden Wirtshausschlägerei. So etwas sieht von außen spektakulär aus, kann aber auch nach hinten losgehen.

Daher ist es gut, dass Joshua Kimmich direkt nach dem Spiel die Gelegenheit ergriff, die Gemüter wieder etwas zu beruhigen und einen klaren, nüchternen Blick auf den Triumph zu richten.

Kimmich spielt ein bisschen den Partycrasher

„Generell war es kein Spiel auf hohem Niveau“, sagte der 31-Jährige und erklärte weiter: „Wenn man die Leistung anguckt, war das nicht eines unserer besseren Spiele. Es gibt viel zu verbessern.“

Es ist richtig, dass Kimmich ein bisschen den „Partycrasher“ spielt. Als Führungsspieler ist es seine Aufgabe, eine klare Sicht auf die Dinge zu haben, daher sollten alle auf ihn hören – auch wenn es im Rausch der Gefühle schwer fällt.