Marie-Louise Etas historische Beförderung zur Männer-Cheftrainerin bei Union Berlin hat auch im Lager der deutschen Fußballerinnen für Gesprächsstoff gesorgt. „Das ist ein super Zeichen“, sagte Nationalspielerin Sjoeke Nüsken bei einer Medienrunde in Herzogenaurach am Sonntag.

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c3af8aa13b38df818363c4cfcb27595be1ad9b03-ipad.jpgPionierin und „Vorbild“: Marie-Louise Eta© picture-alliance/dpa/SID/Soeren Stache

„Tatsächlich fange ich jetzt an mit meiner B-Lizenz“, fügte die Mittelfeldspielerin vom FC Chelsea hinzu: „Es ist auf jeden Fall schön zu sehen, dass uns diese Chancen offenstehen.“ Innenverteidigerin Jella Veit von Eintracht Frankfurt sieht Eta als „großes Vorbild für andere, die diesen Beruf ausüben und vielleicht dann auch mal in diese Fußstapfen treten wollen.“

Eta übernimmt Baumgart-Job interimistisch

Union hatte in der Nacht zu Sonntag mitgeteilt, dass die frühere Co-Trainerin Eta nach der Trennung von Steffen Baumgart interimistisch an der Seitenlinie übernimmt. Damit schreibt die 34-Jährige als erste Cheftrainerin einer Bundesliga-Männermannschaft Geschichte. Zuletzt hatte Eta die U19-Junioren der Köpenicker betreut. Zur neuen Saison soll sie wie wie geplant die Nachfolge von Trainerin Ailien Poese bei den Union-Frauen antreten.

Die DFB-Frauen bereiten sich derzeit auf die nächsten Spiele der WM-Qualifikation vor. Am Dienstag (18.15 Uhr/ZDF) in Nürnberg und vier Tage darauf in Ried (18.00 Uhr/sportschau.de) trifft die Auswahl von Bundestrainer Christian Wück jeweils auf Österreich.