Die Adler Mannheim haben im Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nach einer dramatischen Verlängerung mit 3:2 (0:0, 1:2, 1:0, 1:0) bei Ex-Meister Red Bull München gewonnen und sind in der Best-of-seven-Serie auf 2:0 davongezogen.
Der späte K.o. in der Overtime war ein kurioser und bitterer für München zugleich. Marc Michaelis traf mit seinem Schuss Justin Schütz in der Nähe des rechten Pfostens. Von dessen Körper sprang der Puck an die Bande und direkt wieder zurück. Antoine Bibeau hatte das Pech, dass ihm der Puck an den Schlittschuh sprang und von dort über die Linie kullerte. Ein völlig verrücktes Ende.
DEL: Mannheim erzwingt Verlängerung
Dabei lagen die Gäste vor 10.796 Fans im ausverkauften SAP Garden nach einem Doppelschlag von Yasin Ehliz (32.) und Tobias Rieder (33.) zunächst 0:2 in Rückstand. Nicolas Mattinen (35.) und Matthias Plachta (54.) erzwangen aber die Verlängerung.
Schon das erste Duell hatten die Adler mit 3:2 in der Overtime gewonnen. Weiter geht es am Sonntag (16.30 Uhr) in Mannheim.
Haie stürmen zum Kantersieg
Die Kölner Haie haben im zweiten Halbfinale gegen Meister Eisbären Berlin furios zurückgeschlagen. Der Hauptrundensieger bezwang den Titelverteidiger dank eines starken zweiten Drittels mit 5:1 (0:1, 4:0, 1:0) und glich in der Best-of-seven-Serie zum 1:1 aus.
Die Haie erlösten mit dem deutlichen Sieg auch die 18.600 Fans. In der Neuauflage des Vorjahresfinales, in dem Köln drei 0:7-Pleiten in Folge kassiert hatte, sorgte ein Sturmlauf im zweiten Abschnitt mit Toren von Patrick Russell (22./29.), Dominik Bokk (30.) und Louis-Marc Aubry (34.) für die Entscheidung. Zudem war Gregor MacLeod (44.) erfolgreich.
Eisbären-Keeper verlässt entnervt das Eis
„Das erste Drittel war schon gut, im zweiten haben wir dann endlich auch die Chancen genutzt“, sagte Russell bei MagentaSport. Eisbären-Keeper Jonas Stettmer verließ nach den vier Gegentreffern binnen zwölf Minuten entnervt das Eis.
Dabei war Berlin, das sich als Tabellensechster in die Playoffs gemüht und das erste Duell mit Köln 6:3 gewonnen hatte, durch Yannick Veilleux (15.) sogar in Führung gegangen. Spiel drei folgt am Sonntag (14 Uhr) in der Hauptstadt.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)