Martin Brundle hat genug gehört. Der Sky-Experte reagiert zunehmend genervt auf die immer wiederkehrenden Rücktritts-Gedanken von Max Verstappen – und formuliert eine klare Ansage.

Der viermalige Weltmeister hatte nach dem achten Platz beim Grand Prix von Japan erneut mit einem vorzeitigen Abschied aus der Formel 1 kokettiert und seinen Unmut über die neuen Regularien bekräftigt. Verstappen steht zwar noch bis Ende 2028 bei Red Bull unter Vertrag, besitzt jedoch leistungsbezogene Ausstiegsklauseln.

„Entweder gehen oder aufhören“

Brundle wurde bei Skydeutlich: „Max ist sehr ungefiltert, das war er schon immer. Er sagt seit Langem, dass er nicht ewig bleiben wird.“ Doch inzwischen sei es „ein bisschen langweilig“, die gleichen Aussagen zu hören. Die Forderung des Fachmannes, der zwischen 1984 und 1996 in 158 Grand Prixs in der Motorsport-Königsklasse startete: „Entweder gehen oder aufhören, darüber zu reden.“

Gleichzeitig betonte der Brite, wie sehr er Verstappens außergewöhnliches Talent schätze. Dessen „generationsübergreifende Geschwindigkeit“ und Fahrzeugbeherrschung seien historisch besonders.

Martin Brundle ist Experte für die Formel 1 in Großbritannien
Martin Brundle ist Experte für die Formel 1 in GroßbritannienMartin Brundle ist Experte für die Formel 1 in Großbritannien© IMAGO/ZUMA Press Wire

Brundle geht davon aus, dass Verstappens Management angesichts des neuen Red-Bull-Ford-Powertrains für 2026 vertraglich vorgesorgt habe. Tatsächlich enthält sein Kontrakt eine Klausel, die einen vorzeitigen Abschied ermöglicht, sollte er zu einem definierten Zeitpunkt nicht unter den Top drei der WM liegen.

Zuletzt stellte Verstappen jedoch klar, 2026 für Red Bull zu fahren, und forderte: „Stoppt die Gerüchte“. Auch Ford bekannte sich unabhängig von der Personalie klar zum Projekt.

„Niemand ist unersetzbar“

Für Brundle steht fest: Selbst ein Abgang des Niederländers würde die Formel 1 nicht erschüttern. „Niemand ist unersetzbar in diesem Geschäft“, sagte er und verwies darauf, dass der Sport stets weitergehe.

Zwar würde er Verstappens Klasse „sehr vermissen“, doch die Königsklasse habe immer neue Talente hervorgebracht. Entscheidend sei letztlich nur eines: ein Auto, das dem Perfektionisten gefällt. Andernfalls dürften die Diskussionen weitergehen.

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