Die Zeit von Stefan Horngacher als Bundestrainer der deutschen Skispringer nahm erst vor wenigen Wochen ihr angekündigtes Ende. Nach sieben Jahren beim DSV ließen die Spekulationen um die Zukunft des Österreichers jedoch nicht lange auf sich warten.

Horngacher, der schon zu Beginn der abgelaufenen Saison seinen Rücktritt angekündigt hatte, wird besonders hartnäckig mit einer Rückkehr zum polnischen Verband in Verbindung gebracht. Für Skisprung-Ikone Martin Schmitt scheint dieser Wechsel nicht unwahrscheinlich.

„Ich bin nicht überrascht. Er hat seinen Rücktritt nach der Saison ziemlich früh angekündigt, daher wusste ich, dass er auch offen für Herausforderungen außerhalb Deutschlands ist“, sagte der heutige TV-Experte im Gespräch mit supersport.se.pl.

Horngacher? „Viele versuchen ihn zu verpflichten“

Horngacher war bereits zwischen 2016 und 2019 Trainer der polnischen Mannschaft und kennt den Verband somit bestens. Unter seiner Führung feierte das Land große Erfolge: So wurde Kamil Stoch 2018 Olympiasieger und Dawid Kubacki 2019 Weltmeister.

„Wenn ein Trainer wie Stef auf dem Markt ist, versuchen natürlich viele Teams, ihn zu verpflichten“, erklärte Schmitt und meinte mit Blick auf den Verbandspräsidenten: „Ich denke, Adam Malysz hat ein gutes Verhältnis zu ihm, er war in Polen sehr erfolgreich.“

Der viermalige Weltmeister Malysz kündigte im Gespräch mit weszlo.com derweil an, den neuen Trainer erst nach dem 15. April verkünden zu wollen. Laut Schmitt könnte die Verpflichtung von Horngacher aber „ein echter Impuls“ sein, „nicht nur für die Nationalmannschaft, sondern auch für die Junioren“.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll das Engagement des 57-Jährigen nur noch Formsache sein und auf einer Pressekonferenz in den kommenden Wochen verkündet werden.