Nico Schlotterbeck hat sich erneut ausführlich dazu geäußert, dass er angeblich kurz vor einer Vertragsverlängerung beim BVB stünde und bekräftigt, dass noch immer keine Entscheidung gefallen ist.
„Zunächst einmal war ich natürlich nach dem Ritt der Berichterstattung in der Woche zuvor sehr verwundert. Ich wollte mich damit einfach nur verteidigen. Dass ich zu dir gesagt habe, dass ich mich auf die Frage freue, war nicht so gemeint, dass ich den BVB-Fans einen reinwürgen will“, sagte Schlotterbeck nach dem 2:0-Auswärtssieg gegen den VfB Stuttgart im Sky-Interview zu Reporter Florian Plettenberg: „Ich wollte es einmal klarstellen, weil es natürlich auch viel gegen meine Person ging. Wenn ein Medium schreibt, ich unterschreibe in dieser Woche und dann unterschreibe ich nicht, dann stehe ich wieder blöd da.“
BVB: Entscheidung von Schlotterbeck steht noch aus
Worauf Schlotterbeck anspielt: Nach dem 2:1 im Testspiel mit dem DFB-Team gegen Ghana, hatte der Verteidiger um kurz vor Mitternacht die kursierenden Gerüchte bereits klar dementiert. Zuvor war von Sky berichtet worden, dass Schlotterbeck „positive Signale in Richtung Dortmund gesendet“ habe und der Vollzug unmittelbar bevorstünde.
Eine Unterschrift sei demnach nach der Länderspielpause geplant gewesen, die Verkündung im Anschluss. Schlotterbeck wies dies zurück – und machte deutlich, dass das Aus von Ex-Sportdirektor Sebastian Kehl alles zurückgeworfen habe.
Schlotterbeck wendet sich an die BVB-Fans
Am Samstagabend erklärte Schlotterbeck nun: „Natürlich weiß ich, dass dann auch Gegenwind kommt, zu meiner Person und zu euch. So ist das Fußballgeschäft, es war nicht böse gemeint gegenüber euch und nicht böse gemeint gegenüber den BVB-Fans.“
In der Zwischenzeit habe er mit dem Verein gesprochen, auch „in dieser Woche. Ich wollte auch von Ole (Kehl-Ersatz Ole Book, Anm. d. Red.) einmal den Standpunkt hören, wie er das ganze angeht“, fuhr Schlotterbeck fort.
„Ich hatte ein gutes Gespräch mit Lars (Lars Ricken – Geschäftsführer Sport, Anm. d. Red.) und Ole und wir führen die Gespräche in dieser Woche noch weiter. Dann glaube ich, dass es nicht mehr lange dauert, bis ich eine Entscheidung treffe. Ich habe die ganze Zeit gesagt, dass ich es mir natürlich vorstellen kann hierzubleiben“, strahlte der 26-Jährige Zuversicht aus: „Trotzdem müssen alle Gespräche funktionieren. Ich hoffe, dass wir diese Woche gute Gespräche führen.“
Schlotterbeck? „Eine Deadline gibt es nicht“
Book stellte wenig später auf SPORT1-Nachfrage klar, dass eine seiner ersten Amtshandlungen gewesen sei, den Kontakt zu Schlotterbeck zu suchen. „Wir haben schon in der Länderspielpause telefoniert. Sobald er da war, haben Lars und ich uns auch mit ihm zusammengesetzt. Wir haben uns bemüht die Ideen aufzuzeigen, die wir sportlich und inhaltlich haben“, sagte Book.
Zudem bekräftigte Kehls Nachfolger: „Eine Deadline gibt es nicht. Ich bin jetzt relativ neu da und habe am Mittwoch wirklich das erste Mal mit Nico in einem Raum gesessen. Deswegen wäre es da, glaube ich, falsch eine Deadline zu setzen.“ Nun gehe es laut Book darum, Schlotterbeck den richtigen Weg aufzuzeigen, „warum es ein guter Platz ist, auch nächstes Jahr bei Borussia Dortmund zu spielen“.
Kovac: „Er ist ein toller Spieler und ein toller Typ“
Trainer Niko Kovac äußerte sich wie folgt: „Ich habe immer wieder gesagt, ich mag den Schlotti, ich liebe ihn. Ich finde, er ist ein toller Spieler und auch ein toller Typ, den wir als BVB brauchen. Deswegen würde ich mir wünschen, dass er hier verlängert. Wann er das macht, wie er das macht und wo er das macht, weiß ich nicht. Aber ich hoffe, dass er es macht.“
Eines ist in jedem Fall klar: Der Vertragspoker dauert weiter an.