Gian van Veen hat sich zum Zoff mit Luke Littler rund um den 9. Spieltag der Premier League in Manchester geäußert und erklärt, dass sich sein Blick auf die Situation nicht verändert hat.
„Ich denke immer noch dasselbe – bei Viaplay habe ich gesagt, was ich im Spiel gesehen habe. Er (Littler, Anm. d. Red.) denkt wahrscheinlich anders darüber, aber das ist auch sein Recht. Ich habe danach auch die Kommentare auf Social Media und die Videos gesehen, aber ich denke immer noch so“, sagte van Veen im exklusiven Gespräch mit SPORT1 am Rande des German Darts Grand Prix in München.
Als van Veen am Donnerstag im Halbfinale gegen Littler einen Matchdart nicht genutzt hatte, jubelten einige Zuschauer lautstark, schließlich war es das Heimspiel Littlers in Manchester. Daraufhin blickte van Veen kritisch in Richtung Publikum – Littler bezog den Blick augenscheinlich auf sich und gestikulierte genervt in Richtung seines Gegners, ehe er zum Oche schritt. Doch auch der Nummer 1 gelang es nicht, das Match zu beenden – als er wiederum an van Veen vorbeilief, machte er eine weinerliche Geste. Der Niederländer nutzte schließlich seinen nächsten Matchdart, Littler schüttelte ihm fast beim Vorbeigehen die Hand.
Van Veen sagte danach über die Situation: „Ich habe mich etwas umgedreht, weil ich enttäuscht war, dass ich das Doppel nicht getroffen habe. Dann schaue ich hoch und sehe Luke Littler, wie er feiert, weil ich verfehlt habe. Ich denke, das ist nicht normal. Ja, man ist da oben alleine, aber man jubelt nicht, wenn dein Gegner verfehlt. Dann sehe ich, wie er weinerliche Baby-Gesten in meine Richtung macht, das macht man einfach nicht.“
Van Veen: Hatte seitdem keinen Kontakt zu Littler
Der Missmut des Weltmeisters äußerte sich im Nachgang auch auf Social Media. Littler teilte die Aussagen. Littler teilte die Aussagen seines Gegners in seiner Instagram-Story und machte sich über ihn lustig, indem er das Zitat mit drei lachenden Emojis versah. Zudem postete der 19-Jährige einen Screenshot einer Auflistung all seiner gewonnenen Major-Titel.
Seitdem habe es keinen Kontakt mehr zwischen den beiden gegeben, bestätigte van Veen SPORT1 in München: „Nein, das war das Einzige. Ich denke, er macht dieses Wochenende einen wohlverdienten Urlaub und wir sprechen wahrscheinlich wieder am Donnerstag bei der Premier League. Und wenn nicht, dann ist das so. Wir haben noch viele Duelle vor uns und werden das am Dartboard austragen.“
Der 23-Jährige betonte aber, dass er keinen Groll hege. Ob dieser Zoff ihre weitere Beziehung verändern würde, hänge nun von Littler ab. „Ich habe meine Meinung, was passiert ist. Dabei werde ich bleiben. Wenn er das nicht mag, dann ist das sein Problem“, wurde van Veen deutlich.
Beim German Darts Grand Prix greift van Veen erst am Sonntag ein, dann trifft er auf den Iren William O’Connor.