Emma Aicher hat im Gesamtweltcup ein paar Punkte auf Mikaela Shiffrin (USA) gutgemacht. Beim Riesenslalom im schwedischen Are fuhr die 22-Jährige mit dem vierten Platz (+1,74) ihr bestes Karriereresultat im Riesenslalom ein. Im Ziel jubelte sie ausgelassen.
Nach dem ersten Durchgang lag die Deutsche bereits auf Rang sechs. Shiffrin wiederum patzte schwer und kam zunächst nur auf Rang zwölf ins Ziel. Im zweiten Durchgang rehabilitierte sich die US-Dominatorin jedoch und wurde am Ende Fünfte (+2,22).
„Emma Aicher ist auch im Riesenslalom in der Weltspitze angekommen. Das ist das gute Zeichen für sie und das schlechte Zeichen für Mikaela Shiffrin“, analysierte der ehemalige Skirennfahrer und ARD-Kommentator Tobias Barnerssoi.
Im Rennen um die große Kristallkugel knabberte die Deutsche am Vorsprung der Ausnahme-Skifahrerin aus den USA. Nach zuvor 125 Punkten Vorsprung im Gesamtweltcup, beträgt der Abstand vor dem Slalom am Sonntag nun mehr 120 Zähler.
„Ich bin sehr zufrieden mit heute, ich habe zwei ganz gute Läufe hingebracht“, befand Aicher nach dem Rennen. „Ich hoffe, dass es jetzt so weitergehen kann.“
Im ersten Lauf lag Shiffrin bei der Zwischenzeit klar in Führung, als ihr kurz vor dem Ziel ein schwerer Fehler unterlief, der sie kurzzeitig fast komplett zum Stillstand brachte.
„Miss Perfect“ patzt – Aichers „toller Lauf“
„Selbst Miss Perfect Mikaela Shiffrin passiert mal so ein Fehler. Solche Linienprobleme habe ich bei Mikaela Shiffrin selten gesehen“, sagte Barnerssoi.
Für Aichers Lauf fand er lobende Worte: „So gut war sie noch nie im Riesenslalom. Sie ist absolut zufrieden. Das ist ein absolut toller Lauf. “
Scheib holt kleine Kristallkugel
Den Sieg in Are holte sich die Österreicherin Julia Scheib vor der Amerikanerin Paula Moltzan (+0,36). Damit sicherte sich Scheib zudem vorzeitig die kleine Kristallkugel in der Riesenslalom-Konkurrenz. Dritte wurde Alice Robinson aus Neuseeland (+0,75).
Lena Dürr wiederum erlebte einen Nachmittag zum Vergessen. Nach Rang 17 nach dem ersten Lauf, kam sie auch im zweiten Durchgang nicht ins Rennen und fiel weit zurück. Am Ende stand Rang 26 zu Buche.
Ski Alpin: Eine Art Heimrennen für Aicher
Für Aicher sind der Riesenslalom und der Slalom am Sonntag eine Art Heimrennen.
Die zweifache Olympia-Zweite ist im 300 Kilometer entfernten Sundsvall aufgewachsen und ging in Järpen unweit von Are auf ein Ski-Gymnasium.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)