Kasper Schmeichel sieht sich mit einem unfreiwilligen Karriereende konfrontiert. Der dänische Nationaltorhüter in Diensten von Celtic Glasgow verkündete bei einem emotionalen Interview mit seinem Vater niederschmetternde Nachrichten.

Gemeinsam mit Peter Schmeichel stand Kasper bei CBS Sports vor der Kamera, als dieser ihn auf seine Probleme ansprach, die ihn seit Anfang März außer Gefecht setzen – aber eigentlich schon seit einem Jahr verfolgen.

„Ich war gestern bei einem Spezialisten. Ich werde zwei Operationen brauchen, um meine Schulter zu reparieren. Es ist ein kleiner Leberhaken. Ich habe mir den Bizeps gerissen, die Rotatorenmanschette gerissen, die Schulter ausgekugelt. Alles ist so ein bisschen weg“, sagte er.

Schmeichel steht vor sehr langer Zwangspause

Das sei, wie wenn ein Feldspieler sich gleichzeitig das Kreuzband und die Achillessehne reiße: „Es sieht nach einer Pause von zehn bis zwölf Monaten aus“, sagte der 39-Jährige.

Er hatte dabei zunächst ein Grinsen im Gesicht, das nicht recht zu seinen Worten passen wollte. Auf Nachfrage machte er deutlich, dass er nicht so recht wisse, wie er mit der Situation umgehen solle.

„Ich habe möglicherweise mein allerletztes Fußballspiel bestritten“, sagte Schmeichel. „Im Moment weiß ich noch gar nichts, in dem Sinne, dass man nicht weiß, wie man darauf reagieren soll. Ich bin seit meiner Geburt Fußballer. Dieser Gedanke ist niederschmetternd. Es fällt mir im Moment sehr, sehr schwer, das zu begreifen“, sagte er nun sichtlich geknickt.

Ursprünglich verletzt hatte er sich vor rund einem Jahr, damals brach er sich die Schulter, wie der ebenfalls emotionalisierte Vater Peter Schmeichel verriet. Sein Sohn habe anschließend nur noch mit Schmerzmitteln gespielt, immer wieder Injektionen über sich ergehen lassen müssen.

„In welcher Situation er sich auch befand, ich wollte immer als Vater da sein. Ich will nicht, dass es so mit einer Verletzung zu Ende geht. Er hat sich die Schulter vor einem Jahr gebrochen und weitergespielt.“

Die Periode nach der Reha sei besonders schlimm gewesen: „Diese Dinge, von denen du eigentlich nicht willst, dass dein Sohn sie tut: Die Injektionen, mit dem Schmerz spielen.“ Nun versuche er, seinen Sohn erneut zu unterstützen.

Kasper Schmeichel betonte, dass er den Kampf auf jeden Fall annehmen wolle. Eine Rückkehr auf den Platz würde aber der „größten Leistung seiner Karriere“ gleichkommen. Sein Vertrag läuft im Sommer aus.

Schmeichel verbrachte den Großteil seiner Karriere in England. Sein mit Abstand größter Erfolg ist der sensationelle Meistertitel in der Premier League mit Leicester City.

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