Die schwere Verletzung von Ex-Champion Big E hat bei WWE Friday Night SmackDown am Ende alles überschattet – auch das Debüt des Mannes, das in dem Match eigentlich im Mittelpunkt hätte stehen sollen.

Im Kampf zwischen Big E und Kofi Kingston sowie Sheamus und Ridge Holland präsentierte WWE einen neuen Verbündeten von Sheamus und Holland – den früheren Pete Dunne, nun schlicht als „Butch“ umgetauft. (NEWS: Alle Neuigkeiten zu WWE)

Butch, der wie Sheamus und Holland im an „Peaky Blinders“ erinnerenden Old-School-Straßenschläger-Look auftrat, sorgte mit einer Ablenkung für den Sieg seiner Kollegen und prügelte danach mit ihnen auf Kingston ein, während der verletzte Big E abtransportiert wurde.

WWE-Fans, die nicht nur die mit den beiden großen Shows vertraut sind, kennen den 28-Jährigen bereits.

Aus Pete Dunne wird „Butch“

Das aus dem englischen Birmingham stammende „Bruiserweight“ – eigentlich: Peter Thomas England – steht seit 2017 unter WWE-Vertrag, ursprünglich als Teil des damals aufgebauten England-Kaders NXT UK.

Dunne entthronte dort Tyler Bate als Champion, hielt den Titel über ein Jahr und bestach durch zahlreiche exzellente Matches – ehe er den Gürtel am WrestleMania-Wochenende 2019 in New York an Österreich-Phänomen WALTER (jetzt: Gunther) verlor.

Dunne zog bald darauf in die USA und wurde dort Teil der amerikanischen Version von NXT, unter anderem war er dort Tag-Team-Partner von Riddle und Teil der „Kings of NXT“, der Gruppierung um den früheren NFL-Spieler und nun bei WrestleMania auch in den Ring steigenden SmackDown-Kommentator Pat McAfee. Mit Holland war er bei NXT auch schon kurz verbunden, zuletzt bestritt Dunne – der im Herbst bis 2024 bei WWE verlängert haben soll – dort eine Fehde gegen den jungen, als Mafia-Gangster auftretenden Tony D‘Angelo.

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Der nun umgetaufte Dunne ist ein herausragender Ringhandwerker in der Tradition europäischer Legenden wie William Regal und Finlay, seine Karriere-Aussichten bei WWE gelten jedoch als geschmälert durch seine Statur: Er ist nur 1,78 Meter groß und deutlich unter 100 Kilo schwer und damit ein Typus Wrestler, den WWE-Boss Vince McMahon nur in Ausnahmefällen als Topstar-Material anerkennt. Es muss sich noch zeigen, ob „Butch“ (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Mitglied des Neunziger-Jahre-Kultteams The Bushwhackers) die Ausnahme sein kann, die die Regel bestätigt.

Die weiteren Highlights:

– WWE-Champion Brock Lesnar eröffnete die Show und dürstete nach Rache für die Attacke von WrestleMania-Gegner Roman Reigns bei der Liveshow in New York vergangene Woche. Reigns fehlte jedoch bei der Ausgabe – stattdessen jagte Lesnar dessen Manager Paul Heyman durch die Arena.

– In ein weiteres WrestleMania-Match bugsierte Rick Boogs sich und seinen Partner Shinsuke Nakamura: Mit einem Sieg über Jey Uso verdiente er sich ein Tag-Team-Titelmatch gegen Jey und Bruder Jimmy.

– Die WrestleMania-Fehde zwischen Kommentator Pat McAfee und Austin Theory wurde erstmals handgreiflich:

– In einem sehenswerten Hauptkampf verteidigte Ricochet seinen frisch gewonnenen Intercontinental Title diesmal ohne Hilfe von Gaststar Johnny Knoxville gegen Ex-Gürtelträger Sami Zayn:

– Eine weitere neue Ebene bekam das Damentitelmatch zwischen Charlotte Flair und Herausforderin Ronda Rousey: Nachdem Rousey vergangene Woche den Ankle Lock als neuen Aufgabegriff in ihr Repertoire einführte, präsentierte nun auch Flair ein neues Submission-Manöver zusätzlich zu ihrem Figure-Eight: Sie nahm die frühere UFC-Queen bei einer Parkplatz-Prügelei in eine Crossface-Variation:

Die Ergebnisse von WWE Friday Night SmackDown am 11. März 2022:

Sheamus & Ridge Holland besiegen The New Day

Naomi & Sasha Banks besiegen Natalya & Shayna Baszler

Rick Boogs besiegt Jey Uso

Intercontinental Title Match: Ricochet (c) besiegt Sami Zayn