Die Super League ist krachend gescheitert – am Widerstand der Fans, aber auch an der vehementen Gegenwehr der UEFA und der FIFA.
Der europäische und der Welt-Fußballverband hatten die Gründung der Eliteliga durch zwölf Topklubs öffentlich scharf verurteilt. Während die UEFA aber von dem Vorstoß von Real Madrid, Juventus, FC Barcelona und Co. kalt erwischt wurde, soll die FIFA schon Monate vor dem eigentlichen Paukenschlag von den Plänen gewusst haben.
Dies geht aus einem Bericht der New York Times hervor. Mehr noch: den Gründungsmitglieder der Super League soll sogar schon Unterstützung zugesagt worden sein. Hochrangige FIFA-Funktionäre – unter ihnen auch Generalsekretär Mattias Grafstrom – hätten an den Gesprächen teilgenommen.
Es ging angeblich darum, die Machbarkeit einer neuen Superliga auszuloten. FIFA-Präsident Gianni Infantino – der die Vorwürfe jedoch vehement abstritt – soll im Bilde gewesen sein. Konkret wurde offenbar bereits folgender Deal besprochen: Im Gegenzug für die Anerkennung der Super League sollten die betroffenen Teams ohne Startgeld an der von der FIFA veränderten Klub-WM teilnehmen.
Infantino weist Vorwürfe zurück
Mitte 2020 sei sich mindestens einer der 12 Klub-Bosse, die an der Super League teilnahmen, der Rückendeckung durch die FIFA sicher gewesen. Infantino äußerte sich am Freitag zu den Vorwürfen der Times und wies sie entschieden zurück. Vor versammelten Journalisten auf einem FIFA-Kongress sprach er von „Gerüchten“.
Dass die FIFA mit Vereinen spreche, bedeute nicht, dass man zusammen an der Super League gearbeitet habe. Er habe sich stets gegen eine Eliteliga ausgesprochen: „Wir sind bereit, den Fußball gegen Projekte zu verteidigen, die ihm schaden.“ Es gebe aber immer Raum für konstruktive Diskussionen.
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Nach der offiziellen Super-League-Gründung war die UEFA sofort auf Infantino zugegangen, der im Gespräch mit Präsident Aleksander Ceferin eine Involvierung ebenfalls leugnete. Doch erst auf den öffentlichen Druck der UEFA hin habe er sich schließlich ablehnend geäußert, erklärte die Times.